Bevor sich der Hauptangeklagte Arafat Abou-Chaker und das mutmaßliche Opfer Bushido, zerstritten haben, lebten sie eine Zeit gemeinsam auf einem Grundstück in Brandenburg. Als dort vor Kurzem eine Razzia durchgeführt wurde, schienen der Rapper und sein Anwalt vorzeitig gewarnt worden zu sein. Hat Bushido über die Angelegenheit vor Gericht gelogen?

Eigentlich geht es beim Rechtsstreit zwischen Bushido und Arafat Abou-Chaker vor allem um mutmaßliche Straftaten durch den Berliner Clan-Chef gegen den Rapper. Am 11. Verhandlungstag am Montag stand allerdings etwas anderes im Fokus: die am 22. September 2020 durchgeführte Großrazzia auf Abou-Chakers Grundstück in Kleinmachnow, Brandenburg. Der Grund: Verdacht auf Steuerhinterziehung. Die beiden Männer, die sich jetzt vor Gericht streiten, haben früher eine Zeit lange gemeinsam auf dem Grundstück gewohnt. Jetzt wird dem Rapper von der Verteidigung des Clan-Chefs vorgeworfen, bezüglich der Razzia vor Gericht gelogen zu haben.

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Hat ein*e Journalist*in den Rapper gewarnt?

Denn: Bushidos Anwalt war bereits frühzeitig bei der Razzia. Der Rapper begründete das damit, von der Razzia in der Presse gelesen und seinen Anwalt informiert zu haben. Laut "HipHop.de" behauptet die Verteidigung des Clan-Chefs jedoch, dass das zeitlich nicht aufgeht. Die ersten Presseberichte sollen angeblich erst nach Eintreffen des Anwalts von Bushido auf dem Grundstück in Kleinmachnow veröffentlicht worden sein. Der Vorwurf: Bushido und sein Anwalt haben einen Kontakt, der sie vorzeitig vor der Razzia gewarnt hat.

Die Theorie der Verteidigung scheint aktuell zu sein, dass ein*e mit Bushido befreundete*r "Bild"-Journalist*in Informationen über die Razzia zugespielt bekommen und den Rapper vorzeitig informiert habe. Der*die Journalist*in könnte die Informationen womöglich von einem*einer Informant*in bei der Polizei erhalten haben ... Ein großes Durcheinander, das jetzt aufgeklärt werden soll. Die Verhandlung wird laut "Tagesspiegel" am 26. Oktober fortgeführt.

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aa

  • Quelle:
  • Noizz.de