Ob die Planer das Geld haben, ist eine andere Frage.

Wer im April 2017 mit trockenen Füßen zu Hause saß, hatte gut lachen: Das Fyre Festival auf den Bahamas, als Luxus-Event angepreisen, wurde zum kompletten Desaster – und die halbe Welt schaute zu. Wesentlich weniger dürften sich all jene gefreut haben, die den Organisatoren auf den Leim gegangen waren und jetzt auf den Bahamas versauerten, zum Beispiel Seth Crossno und Mark Thompson, Blogger aus dem US-Bundesstaat North Carolina.

Den beiden hatten wir damals viele der Eindrücke zu verdanken, die vom Festivalgelände in die Außenwelt drangen. Unter dem Twitter-Pseudonym „William Needham Finley IV“ posteten sie Fotos, Videos und mehr oder weniger ernst gemeinte Hilferufe von der paradiesischen Insel, die eher wie ein Katastrophengebiet anmutete. Hier ein paar der schönsten Erinnerungen:

Crossno und Thompson ließen ihren Frust jedoch nicht nur via Twitter raus, sondern bereiteten auch eine umfassende Klage vor, in der sie die Organisatoren gleich einer ganzen Reihe von Delikten beschuldigten, unter anderem Betrug und Vertragsbruch.

Ein Richter entschied jetzt zu Gunsten der beiden. Sie bekommen insgesamt je 2,5 Millionen US-Dollar Schadenersatz zugesprochen. Nachdem sie „nur“ je 13.000 US-Dollar für ihre Tickets ausgegeben hatten, ist das ja eigentlich kein schlechtes Geschäft.

Fraglich ist nur, wie schnell die Betrogenen ihr Geld bekommen werden. Der Hauptangeklagte Billy McFarland steht in einigen anderen Verfahren vor Gericht und bekannte sich bereits in zwei Betrugsfällen schuldig. Doch nicht nur das Fyre Festival macht dem Veranstalter zu schaffen: Er soll auch versucht haben, Karten für die Met Gala, eine Victoria's-Secret-Show und sogar für ein privates Abendessen mit LeBron James zu verkaufen – ebenfalls Betrugsversuche.

Quelle: Noizz.de