Tja, Queen B ist nicht die einzige, die für Geld so etwas macht …

Indien ist für viele von uns eigentlich ziemlich weit weg. Was da popkulturell jenseits von Bollywood-Filmen abläuft, keine Ahnung. So ist es auch zu erklären, dass der dort tobende Wer-hat-die-krasseste-Hochzeit-Krieg der letzten Wochen ziemlich spurlos an uns vorbeigezogen ist – es sei denn, ihr seid Fan von Nick Jonas.

Denn der heiratetet vor gut einer Woche Bollywood-Star Priyanka Chopra – und diese Traumhochzeit hat die Real-Life-Ausgabe von „4 Hochzeiten und eine Traumreise“ (nur ohne Traumreise) quasi ausgelöst. Dabei heißt es: Mehr Glamour, mehr Luxus und die besten Gäste. Inzwischen ist sogar Beyoncé darin involviert. Aber Moment mal, eins nach dem anderen.

Für Sänger Nick Jonas und Priyanka Chopra füllt sich die Gästeliste natürlich ganz von alleine mit vielen internationalen Stars – uns so war die Brautjungfer Chopras, die indische Miliardärstochter Isha Ambani. Die heiratet aktuell (Hochzeitsfeiern in Indien gehen gut eine Woche lang) Anand Pirami, seines Zeichens auch Sohn eines Milliardärs. Nur mit eben nicht ganz so viel Kohle.

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Deren Gästeliste säumen nicht nur Hillary Clinton, Verlegerin Arianna Huffington oder den Kricketstar Sachin Tendulkar – sondern auch niemand geringeren als Beyoncé. Die Popsängerin trat bei der opulenten Feier in Udaipur auf und zwar beim sogenannten Sangeet, eine Feier mit Tanz und Musik am Abend vor der Hochzeit. Queen B setzte sich dementsprechend in Szene:

Die Feier fand im ebenfalls nicht minder opulenten Palast von Udaipur statt. Eben wie in einem Bollywoodfilm. Für das Hochzeitspaar sang Beyoncé unter anderem ihren Hit „Crazy in Love“ und wechselte mehrmals ihr Outfit. Wie viel die Hochzeitsgesellschaft für dieses Intermezzo hinblätterten? Keine Ahnung. Ihr Vater hat ein geschätztes Gesamtvermögen von gut 41 Milliarden Euro.

Aber wir waren ja bei dem Hochzeits-Battle in der indischen High Society stehen geblieben. Also die Ambanis wiederum waren zuletzt Gast bei der Hochzeit von Bollywood-Schauspielerin Deepika Padukone und ihrem ebenfalls Schauspielergatten Ranveer Singh. Auch diese Hochzeit sorgte für ähnlich viele Wow-Momente.

Ziemlich verwirrend.

Beyoncés indische Fans hingegen haben den Tratsch und Klatsch der Hochzeitsfeier eher mit gemischten Gefühlen aufgenommen, denn: Beyoncé hat bei ihren letzten Tourneen kein einziges Konzert in Indien gespielt. Ist wohl nicht lukrativ genug. Dementsprechend enttäuscht äußern sich indische Fans auf Twitter:

Super-surreal auch, wie die anderen Gäste auf der Feier Social Media mit ihren Posts überschwemmen, als seien sie zufällig bei einem Überraschungs-Beyoncé-Konzert gewesen.

Wer jetzt aber glaubt, Beyoncé ist die einzige, die so etwas macht, hat sich getäuscht

Viele Stars tun, wenn das Kleingeld stimmt, Einiges – sogar mit Diktatoren und Co. treffen. Da ist Beyoncés Luxushochzeit in Indien dann doch das kleinere Übel.

Obwohl … wie war das noch mal mit dem Gaddafi-Clan 2009? Damals sang Frau Knowles-Carter für den lybischen Diktator an Silvester – genauso wie Usher oder Mariah Carey ein Jahr zuvor. Nachdem das bekannt wurde, spendetet sie ihre Gage zwar für Erdbebenopfer in Haiti, aber problematisch bleibt die Vereinnahmung trotzdem.

Alleine ist sie damit trotzdem nicht. Hier eine Auswahl weiterer Lieblingspromis mit ähnlicher Statistik:

Kanye West

Im August 2013 trat der US-Rapper in Kasachstan auf – nicht etwa in einer Konzerthalle, sondern im Hotel Royal Tulip in der Hauptstadt Almaty. Anlass war die Hochzeit des Enkels vom kasachischen Präsidenten Nursultan Nasarbajew.

Kim Kardashian

Die jetzige Frau von Kanye ist übirgens seit 2012 Eigentümerin eine Milchshake-Ladens im nicht ganz so unumstrittenen Königreich Bahrain.

Seal & Hilary Swank & Stargeigerin Vanessa Mae

Waren das Partytrio beim 35. Geburtstag des tschetschenischen „Präsidenten“ Ramsan Kadyrow – auch schön.

Jennifer Lopez

Hat ganz im Sinne Marylin Monroes für den turkmenischen Diktator Gurbanguli Berdimuhamedow „Happy Birthday, Mr. President“ gehaucht – das war im Jahr 2013.

Mariah Carey

Ist wohl eine Wiederholunsgtäterin, denn 2013 sang sie außerdem ein Konzert für Angolas Diktator José Eduardo dos Santos. Ihre Gage damals: angeblich rund 730.000 Euro.

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Quelle: Noizz.de