Mit Kendrick Lamar, Jay-Z, Tierra Whack, Pharrell Williams und Major Lazer.

Die lang erwartete Realverfilmung von "König der Löwen" ist seit dem 18. Juli endlich in den Kinos. Neben dem offiziellen Soundtrack hat Beyoncé noch ein ganzes zusätzliches Album kuratiert und produziert, auf dem sie selber neben anderen mehr und weniger bekannten Künstlern zu hören ist. Das Album ist heute gedroppt – und es ist einfach alles, was man sich hätte wünschen können.

"The Lion King: The Gift" besteht aus 27 Tracks, 14 davon sind Songs, der Rest kurze Dialog-Ausschnitte aus dem Film. Die hörst du immer abwechselnd mit Liedern auf dem Album, sodass die extrem modernen und auch einzeln hörbaren Songs im Kontext des Films eingebettet werden. Der Song zum Film "SPIRIT", natürlich von Beyoncé, wurde schon vorab veröffentlicht.

Die Songs sind teilweise rhythmische Oden an die afrikanische Kultur, ohne dabei wie ein traditionelles Kultur-Album zu wirken. Es ist ein pop-kulturelles Werk mit klarer Inspiration, die sich durch die Texte, Instrumentalisierung und Lyrics zieht.

In einem Interview mit dem amerikanischen Fernsehsender ABC erklärte Beyoncé, dass das Album ein "Liebesbrief an Afrika ist" – und genau so hört es sich auch an. Es versprüht Lebensfreude, Stolz und Tradition, verpackt als aufregendes musikalisches Projekt. 

Es beginnt mit dem berühmten Mufasa-Zitat, "Alles was du siehst, lebt in einem empfindlichen Gleichgewicht zusammen", unterlegt mit einem instrumentalen Intro, das nahtlos in den ersten Track "BIGGER" hinübergeht, gesungen von Beyoncé selber.

Queen Bey wirkt in einem Großteil der Tracks mit, Highlights sind zum Beispiel "NILE" mit Kendrick Lamar, "MOOD 4 EVA" mit JAY Z und Childish Gambino oder "MY POWER" mit Tierra Whack. Weitere bekannte Features auf dem Album sind Jessie Reyez, Major Lazer oder Pharrell Williams. Doch auch kleinere Namen haben das Album mitgestaltet, wie Moonchild Sanelly, Salatiel oder Tekno. 

Das Album wurde angekündigt als eine Mischung aus R&B, Pop, Hip-Hop und Afro-Beat. Laut Beyoncé hätten sie innerhalb des Albums ein neues Genre erfunden – doch es ist wohl eher wirklich nur ein kuratierter Mix zwischen klassischen Afro-Beats ("DON’T JEALOUS ME"), bekannten Pop-Klängen ("KEYS TO THE KINGDOM"), und Anzeichen von Hip-Hop ("SCAR", mit der wundervollen Jessie Reyez). Es ist vielleicht kein "neues Genre", dafür eine sorgsam zusammengeflochtene Vokalisierung eines Lebensgefühls.

Für jemanden, der sich Soundtracks nur aus Versehen reinzieht, wenn sein Spotify mal per Zufallsprinzip in die Tiefen der Algorithmen abtaucht, ist das Beyoncé-Album zum Film wirklich gut gelungen. Außer vielleicht auf dem Titel-Song "SPIRIT", ist der Soundtrack relativ frei von Kitsch und aufgesetzter Grandeur. Das Album ist keine Nacherzählung des Films, sondern eine musikalische Ergänzung davon – und das hat Beyoncé genau richtig gemacht. 

Du kannst das Album auf Spotify und Apple Music streamen.

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Quelle: Noizz.de