Die Schweizer Rapperin Loredana hat ihren Betrug gestanden, entgeht aber einem Strafverfahren: Die Staatsanwaltschaft Luzern hat die Ermittlungen eingestellt, wie sie am Dienstag mitteilte. Es wurde sich auf eine Wiedergutmachung geeinigt.

Petra Z. und Loredana haben sich wieder vertragen. Die Frau, die zuvor die 25-jährige Rapperin wegen Betrugs angezeigt hatte, gibt sich mit einer Entschädigung zufrieden. Das teilte nun auch die Staatsanwaltschaft mit: "Loredana hat die Vorwürfe anerkannt, sich für ihr Verhalten entschuldigt und der Geschädigten mehr als den ermittelten mutmaßlichen Deliktsbetrag zurückbezahlt."

Die Sängerin sei sehr glücklich, dass das Verfahren nach 18 Monaten zu Ende sei.

Um 400.000 Euro betrogen

Hintergrund des Falls ist eine Online-Bekanntschaft. Ein Bruder der Rapperin hatte Petra Z. auf einer Online-Plattform kennengelernt und sie mit Geschichten über kranke Verwandte dazu gebracht, ihm Geld zu überweisen. Als die Frau ihr Geld zurückforderte, meldete sich die Rapperin als vermeintliche Anwältin bei der Frau und bot an, beim Zurückholen des Geldes behilflich zu sein. Sie verlangte aber zunächst weitere Summen. Die Staatsanwaltschaft gehe von einem Betrag von rund 430.000 Franken aus (knapp 400.000 Euro), berichtete sie.

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Bei der Vergleichsverhandlung habe Loredana Reue und Einsicht gezeigt. Sie habe die Verfahrenskosten übernommen. Auch das Geld, das der Bruder von der Frau erhielt, sei zurückgezahlt worden. Die Vorfälle passierten, bevor Loredana 2018 mit ihrem Hit "Sonnenbrille" schlagartig bekannt wurde. Sie gehört seitdem zu den Großverdienern in der Rap-Szene.

[Zusammen mit dpa]

  • Quelle:
  • Noizz.de