Alleine auf Spotify gibt es mehr als 30 Millionen Songs – die könnt ihr natürlich alle in der Corona-Isolation durchsuchten, aber womit anfangen? Wir haben bei Künstler*innen nachgefragt, welche Songs ihr Quarantäne-Soundtrack sind und im Moment rauf und runter gespielt werden. Diesmal teilt Indierocker Aaron Bruno von Awolnation mit uns seine Playlist.

Okay, ich gebe es zu: Auf meinem Radar ist die US-Indierockband Awolnation und ihr Frontmann Aaron Bruno zunächst nur aufgetaucht, weil sie diesen unglaublich catchigen Song "Sail" 2011 fabriziert haben. Der wurde dann auch gleich mal als Werbejingle einer sehr bekannten deutschen Bierbrauerei – es ist Becks, ja – verbraucht. Genau da begegnete mir auch "Sail".

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Dass der in einer Bierwerbung, die unglaublich männlich daher kommen will, auftaucht, hat aber nichts an der Tatsache geändert, dass "Sail" einfach ein wirklich guter Song ist. Nun gut neun Jahre später, hat Aaron Bruno Lust auch mal alleine ein Awalnation-Album herauszubringen – dummerweise Mitten in der Coronakrise.

In jeder Krise steckt auch eine Chance, denkt sich Bruno und schon geht er neue Wege

Trotz räumlicher Trennung hat er mit der Sängerin Alice Merton spontan eine Duettversion seines Songs "The Best" aufgenommen – und das sogar über zwei Kontinente hinweg, denn Bruno lebt im kalifornischen Los Angeles, während Alice Merton in Berlin feststeckt. Beide haben sogar ein Video für den Song aufgenommen, wo sie beide in ihren Studios den Song performen.

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Aber auch ansonsten weiß der Sänger, wie er sich die Zeit in der Selbstisolation vertreiben kann. Für ihn ist es eh kein Problem, mehrere Wochen lang am Stück nur Zeit mit seiner Frau und den zwei Hunden zu verbringen. Mehr als sonst habe er nun viel Zeit, um mit seiner Familie und Freunden in Kontakt zu treten, oder aber über Social Media mit Fans zu interagieren. "Ich finde es wichtig, mit den Leuten in Verbindung zu bleiben, die man liebt", sagt er dazu. Er gehe öfters surfen, was ohne all die Touristen ganz schön entspannend sei.

Wie er am besten mit der Krise umgehe?

Dafür hat er eine goldene Regel für sich aufgestellt: "Nicht zu oft die Nachrichten checken – man muss sich auch mal eine Pause von der Angst und dem Chaos gönnen." Aber auch Musik spielt natürlich für den Musiker eine wichtige Rolle in der Krise – ohne geht eben nicht. So nutze er die neue Freizeit auch damit, seine Songs alle noch einmal akustisch, nur auf der Gitarre einzuspielen. Normalerweise höre er meistens Musik im Auto, wenn er unterwegs ist, aber das ja im Moment eher seltener geworden. "Seitdem ich nirgendwo mehr großartig hinfahre, spiele ich die meiste Zeit nur noch an meiner Gitarre", sagt er.

Die neugewonnene Akustikliebe zieht sich auch ein bisschen durch seine Quarantäne-Playlist, die wir bei Aaron in Auftrag gegeben haben. Zugegeben, sie ist auch ein bisschen retro, aber so was von entspannt und macht außerdem gute Laune – und nicht ganz uneigennützig hat der Gute auch den Closer seines gerade eben erst erschienen Albums "Angel Miners & the Lightning Riders" auf die Playlist geschmuggelt.

Und das sind die 10 Tracks, die Aaron Brun von Alwonation durch seine Quarantäne begleiten:

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Quelle: Noizz.de