Um die Musik von heute zu verstehen.

Wir alle kennen den Begriff "Diva" und auch die Frauen, die diesen in den letzten zwanzig bis dreißig Jahren geprägt haben: Whitney Houston, Céline Dion und Mariah Carey. Der französische Sender arte hat kürzlich eine Doku über die drei Sängerinnen rausgebracht – und die erklärt auch deren Einfluss auf die heutige Musik.

All drei Damen feierten wahnsinnige Erfolge in den 90ern. Immer an der Spitze der Charts, wahnsinnig reich und hoch gelobt. Diva ist Latein und bedeutet Göttin. Und genauso wurden die drei Diven der Popmusik auch behandelt. Sie sollten Perfektion verkörpern.

Genau das erklärt arte alles, ruft das Feeling der 90er hervor und beleuchtet den Einfluss der drei Diven. Denn der war immens. Ein paar Beispiele gefällig?

Da wäre erst einmal Whitney Houston, die als erste schwarze Sängerin in der Popmusik herausragende Erfolge feierte. Ihre Art zu singen entsprang dem Gospel und Soul. Ihre Kindheit wurde durch ihre Mutter Cissy Houston geprägt, ebenfalls Sängerin. Unter Musikmogul Clive Davis wurde Whitney erfolgreich – und kam im Mainstream an, für den sie den Gospel zurückließ. Damit ebnete Whitney auch Sängerinnen wie Beyoncé und Rihanna den Weg in die Populärmusik.

>> Wieso Mariah Carey die Queen of everything ist

1990 trat Mariah Carey das erste Mal ins Scheinwerferlicht. Sie wurde zu Beginn ihrer Karriere als weiße Frau vermarktet. Jahre später, nach der Trennung von ihrem Exmann und Sony-Chef Tommy Mottola, legte sie offen, dass ihr Vater schwarz war. Mariah widmete sich von nun an vermehrt dem Hip-Hop. 18 Nummer-eins-Hits konnte sie bisher in den USA landen. Mehr als Elvis oder andere weibliche Künstlerinnen. Mariah schreibt fast alle ihre Hits selbst. Was sie aber so besonders macht: das sogenannte Pfeifenregister. Denn eigentlich sind das keine gesungenen Töne im herkömmlichen Sinne, es klingt mehr nach einem Pfeifen. Fünf Oktaven umfasst Mariahs Stimme. Die "Whistle Notes" machte sie zu ihrem Markenzeichen.

>> Mariah Carey lässt harte Jungs ganz weich werden – bei ihrem Konzert in Hamburg

Und dann wäre da noch Céline Dion. Acht Sekunden lang hält Dion auf "All by myself" die Note F. Da sie diese mit der Brust- und nicht mit der Kopfstimme singt, ist das eine beachtliche Leistung. Klassisch ausgebildete Sänger*innen schaffen so etwas selten oder eben gar nicht. Denn in der Oper, im klassischen Gesang, wird mit der Kopfstimme gesungen.

All das und noch viel mehr wird in der arte-Doku erklärt. Auch heute noch halten die drei Diven den Göttinnen-Status inne. Sie gelten als große Inspirationen und Wegbereiterinnen für jüngere Generationen.

Quelle: NOIZZ-Redaktion