"Don't call me Angel" heißt der Track.

Ariana Grande tanzt im weißen Glitzer-Kleid, weißen Flügen und weißen Stiefeln im Video zu "Don't call me Angel", singt dazu genau diese Zeile: "Nenn mich nicht Engel" – dabei sieht sie genauso aus, wie sie eben nicht genannt werden möchte: Wie ein Engel. Auch ihr zartes Gesicht, ihre elfengleichen Bewegungen und das zuckerglasierte Stimmchen schreien eher nach "Victoria's Secret"-Show als nach Agententhriller.

Zusammen mit Miley Cyrus und Lana Del Rey hat Grande den Titelsong zum Remake von "3 Engel für Charlie" aufgenommen. Ursprünglich war der Titel in den 70er-Jahren eine TV-Serie, wurde in den Nullerjahren in zwei Filmen wieder aufgenommen, anschließend in einer kaum beachteten Serie durchgekaut und kommt jetzt wieder einmal in die Kinos: mit Kristen Stewart, Naomi Scott und Ella Balinska in den Hauptrollen.

Dafür wird nun schon die Werbetrommel geschlagen, unter anderem mit dem Titelsong. Passend dazu spielen Grande, Cyrus und Del Rey im Musikvideo Engel und Agentinnen. Cyrus gibt sich aggressiv, steht im Boxring und singt: "I make my money, and I write the checks. So say my name with a little respect". Dass sie den Respekt auch verdient hätte, würde sie nicht ihr eigenes Geld verdienen, sondern da sie existiert und als Mensch wertvoll ist, überliefert der Text nicht. Stattdessen bedient sich der Song überholter Klischees aus den Nullerjahren à la Destiny's Child.

Auf YouTube häufen sich Kommentare, in denen Fans ihre Enttäuschung kundtun. So heißt es dort unter anderem "Macht den Song zu 100 Prozent Lana. Ich liebe Miley und Ariana, aber ihre Parts sind einfach meh", "Enttäuschend, bis auf Lanas Part! Viel zu viel Ariana!" und "Für mich war Lanas Teil der beste. Ariana und Miley klingen, als würden sie Teile ihrer alten Songs singen".

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Wunderlich ist es nicht, dass Ariana Grande den größten Stück vom Song-Kuchen abbekommen hat: Sie ist der derzeit größte Popstar auf Erden, brach mit "thank u, next" und "7 rings" mehrere Rekorde und spricht die breiteste Masse an. Lana Del Rey hingegen rettet den Song in der Bridge. Der melodische Gesang, die melancholische Atmosphäre und der bedrohliche Unterton bringen genau das, was man von einem Titelsong eines Agentenfilms erwartet: Spannung.

Und sind wir mal ganz ehrlich: Der einzigen, der man zutrauen würde, jemanden umzubringen, ist Lana Del Rey.

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Quelle: NOIZZ-Redaktion