Wie viele Jahre bekommt er?

Heiße News aus der Akte Tekashi69! Der umstrittene Internet-Star wechselt die Strategie im Fall seiner laufenden Anklagen und gesteht, dass er in allen neun Anklagepunkten schuldig ist. Damit steht fest: Der Rapper wird zu hundert Prozent schuldig gesprochen und verurteilt – ein Freispruch kommt nicht mehr in Frage. Die einzige Frage ist, wie viele Jahre er bekommen wird.

Am 18. November 2018 wurde der Rapper inklusive einiger Mitglieder seiner alten Gang inhaftiert und sah sich mit einem Prozess gegen das FBI konfrontiert. Die Anklagepunkte waren Organisierte Kriminalität, Erpressung, Waffenbesitz, Mord, versuchter Mord und Drogenhandel. Alles zusammengefasst unter dem Begriff des „Racketeering“ – ein Delikt, das die USA in den 1970er-Jahren eingeführt hat, um Bosse der Mafia hochnehmen zu können.

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Da es sich um eine Anzeige des FBI handelt, war von Anfang an klar, dass es für 6ix9ine so gut wie unmöglich ist, diesen Prozess zu gewinnen. Die Strategie von ihm und seinen Anwälten war bislang dennoch konsequent auf „unschuldig“ zu plädieren. Das hat sich jetzt geändert.

„Ich habe Mitgliedern aus der Gang beim Versuch geholfen, ein anderes Gang-Mitglied zu töten. Das habe ich getan, damit mein eigenes Ansehen in der Gang wächst.“

Dieses und andere Geständnisse räumte der 22-Jährige bei seiner letzten Anhörung ein und plädierte am 23. Januar auf „Schuldig in allen Anklagepunkten“.

Warum tut er das?

Die aktuell einzig denkbare Erklärung ist, dass er mit dem FBI kooperiert und im Gegenzug auf eine Strafmilderung hofft – 6ix9ine verrät seine alten Gang-Kollegen und bekommt dafür ein paar Jahre weniger. Wahrscheinlich haben er und seine Anwälte eingesehen, dass die Beweislage einfach zu schlecht für ihn aussieht und sie nur verlieren können. Wenn er also sowieso hinter Gitter geht, dann wenigstens so kurz wie möglich.

Was aus Sicht des angeklagten Rappers legitim wirkt, ist im Rap-Game eine Todsünde. Wer mit der Polizei kooperiert und alte Kollegen verrät, der ist eine „Snitch“ – eine Petze – und hat sowohl unter Rappern als auch auf der Straße jeglichen Respekt verloren. Um seine Rap-Karriere nach Freilassung dürfte es damit nicht all zu gut bestellt sein. Aber als Nächstes bleibt ohnehin abzuwarten, für wie viele Jahre der Rapper mit den Regenbogen-Haaren im Kittchen schmort.

Sein Urteil wird am 24. Januar 2020 gesprochen.

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Quelle: Noizz.de