Es waren definitiv mehr als bei den Pro-Chemnitz-Demos.

Nach den Neonazi-Ausschreitungen in Chemnitz hatten diverse Musiker aus Pop, Rock und Hip-Hop zu einem großen Konzert aufgerufen. Um die 65.000 Menschen sind ihnen gefolgt: Das #wirsindmehr-Konzert zog am Montag Besucher aus dem ganzen Land an.

Felix Brummer von Kraftklub, die in Chemnitz aufgewachsen sind

Nach einer Schweigeminute für den erstoßenen Daniel H., dessen Mord durch einen Iraker und einen Syrer die Unruhen ausgelöst hatte, rappt zunächst Trettmann, der ebenfalls aus Chemnitz stammt.

Es folgen Auftritte von Feine Sahne Fischfilet, K.I.Z, Kraftklub, Marteria, Casper, Nura und zum Schluss der Toten Hosen. Die brachten sogar Ärzte-Mitglied Rod auf die Bühne – ein Schulterschluss zweier ewig rivalisierender Bands.

Tote-Hosen-Sänger Campino engagiert sich schon lange gegen Rechtsextremismus.

Gemeinsam spielten sie ein Cover des Ärzte-Songs „Schrei nach Liebe“. Auch Arnim Teutoburg-Weiß, Sänger der Beatsteaks kam mit auf die Bühne. Der Abend endete mit „You'll never walk alone“.

Der Auftritt wurde im Livestream, im Fernsehen und über mehrere Radiosender übertragen. Der Andrang war so groß, dass das Konzert nicht wie geplant am Wahrzeichen der Stadt, dem Karl-Marx-Kopf stattfinden konnte, sondern auf den Parkplatz vor der Johanniskirche verlegt wurde.

Quelle: Noizz.de