Es geht um einige große Namen.

Oprah ist die unangefochtene Heilige der US-amerikanischen Fernsehwelt. Jetzt hat der Rapper 50 Cent die 65-Jährige öffentlich beschuldigt, sich Schwarze Männer zur Zielscheibe gemacht zu haben. Der Hintergrund: Oprah produziert gemeinsam mit dem neuen Streamingdienst AppleTV+ eine Dokumentation über die ehemalige Musikmanagerin Drew Dixon. Dixon wirft dem Hip-Hop-Mogul und Def-Jam-Mitbegründer Russell Simmons mehrfachen sexuellen Missbrauch und Vergewaltigung vor.

Auf Instagram veröffentlichte 50 Cent ein altes Bild, das Oprah gemeinsam mit Simmons zeigt, und schreibt: "Ich verstehe nicht, warum es Oprah auf Schwarze Männer abgesehen hat. Kein Harvey Weinstein, kein Epstein, nur Micheal Jackson und Russell Simmons. Dieser Scheiß ist traurig. Gale gab R. Kelly mit der Dokumentation den Todesstoß. Jedes Mal, wenn ich Micheal Jackson höre, weiß ich nicht, ob ich tanzen oder an die Ärsche der kleinen Jungs denken soll ... Diese Dokumentarfilme verurteilen ihre Ziele öffentlich, es macht sie schuldig, bis ihre Unschuld bewiesen ist."

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Der Rapper spielt damit auch auf Oprahs Spezial-Talkshow "After Neverland" an, in der die mutmaßlichen Opfer von Michael Jackson über den sexuellen Missbrauch durch den verstorbenen King of Pop sprechen. Die Talkshow wurde in den USA direkt im Anschluss an die HBO-Dokumentation "Leaving Neverland" ausgestrahlt. Mit "Gale" meint 50 Cent wohl US-Moderatorin Gayle King, die das explosive Exklusiv-Interview mit R. Kelly zu den Missbrauchsvorwürfen gegen ihn führte.

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Ein weiterer Post des Rappers zeigt eine Zusammenstellung Prominenter, denen sexueller Missbrauch vorgeworfen wird: Bill Cosby, Jeffrey Epstein, Kevin Spacey, Harvey Weinstein, R. Kelly und Donald Trump. Das Bild will zeigen, dass nur die Schwarzen Männer, Cosby und R. Kelly, zu Gefängnisstrafen verurteilt wurden, während der Rest – allesamt weiß – weiterhin auf freiem Fuß sind. Dazu schreibt er: "Glaubst du, Oprah merkt nicht, wie sich dieser Scheiß entwickelt?"

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Laut "L.A. Times" soll Oprahs Dokumentation nächstes Jahr beim Sundance Film Festival Premiere feiern. Beschrieben wird der Film wie folgt: "Eine brillante ehemalige Musikmanagerin, die sich mit der Frage auseinandersetzt, ob sie mit ihrer Geschichte von Übergriffen und Missbrauch durch eine namhafte Persönlichkeit in der Musikindustrie an die Öffentlichkeit gehen will. Der Film ist eine tief greifende Auseinandersetzung mit Rasse, Geschlecht, Klasse und Intersektionalität und den Auswirkungen, die Übergriffe auf ihre Opfer und die Gesellschaft als Ganzes haben."

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  • Quelle:
  • Noizz.de