"F**** euch, ich will eure verf****** Kleider nicht tragen."

"Nicht der typische Popstar" sein – das schreibt sich momentan so ziemlich jeder typische Popstar auf die Fahne. Und schaut man sich Bebe Rexha an, denkt man zuerst an genau so ein Exemplar: US-Amerikanerin, platinblond und ein paar Popsongs in den Charts. Doch falscher könnte man nicht liegen: Bebe Rexha ist eine Ikone.

Die Sängerin wurde 1989 als Tochter von albanischen Emigranten geboren. Ihr eigentlicher Name ist Bleta Rexha, Bebe ist nur ihr Spitzname. Während Normalsterbliche gerade malen lernten, spielte Bebe schon als Vierjährige in Musicals mit. Mit 15 wurde sie entdeckt und gewann später den Best Teen Songwriter Award der Recording Academy, die auch die Grammy Awards veranstaltet.

Ja, das ist alles der Hammer. Aber kommen wir zu den eigentlichen Gründen, warum Bebe ein riesiges Vorbild ist.

1. Sie ist der Endgegner des Age-Shaming

Den 30. Geburtstag feiern – davor dürfte es vielen weiblichen Popstars grauen. Denn ist eine Sängerin aus den Zwanzigern raus, gilt sie bei vielen als alt und nicht mehr attraktiv. Doch nicht mit Bebe: Sie feierte ihren 30. mit ihrer neuen Single "Not 20 Anymore" – eine Hymne aufs Älterwerden.

"No, I'm not 20 anymore / Don’t try to make me feel insecure / 'Cause if one thing's for sure / I don’t wanna be", singt sie in dem Song. Und: The lines on my face, they weren't there before / But I’m wiser, I'm stronger from all of the life I've been through".

Im dazugehörigen Musikvideo treten neben der powerful wirkenden Sängerin auch diverse 20-Jährige auf, die zwischendurch von ihren Unsicherheiten erzählen. Jünger = besser? Spätestens nach dem Video wissen wir: Das stimmt nicht. Hier ist es:

Die Inspiration für den starken Song dürfte ihr wohl unfreiwillig ein Manager aus der Musikindustrie gegeben haben. Er sagte Bebe, dass sie mit ihren 30 Jahren doch lieber keine sexy Fotos mehr auf Instagram posten sollte. Ihre Antwort:

You go, girl!

2. Sie ist die Curvy-Kämpferin, die wir brauchen

Anfang des Jahres ging eine Nachricht viral, die für ordentlich Aufregung sorgte: Bebe Rexha sucht ein Kleid für den roten Teppich – und kein Designer will es ihr schneidern. Der Grund: Sie sei zu fett.

Mal abgesehen davon, dass sie bei einer Körpergröße von 1,65 Metern Kleidergröße 38/40 völlig im Durchschnitt liegt, sendeten die Designer mit der Abfuhr ein skandalöse Message: Alle Frauen, die keine Size Zero tragen, sind es nicht wert, schöne Kleide anzuziehen. Sie sind selbst nicht schön genug.

Bebe machte ihrer Wut mit einem Video Luft:

Das Ende der Geschichte: Die Welt regte sich über die Designer auf und Bebe bekam doch noch ihr Traumkleid.

>> Wegen Kleidergröße: Bebe Rexha bekommt von Designern kein Kleid für Grammys

3. Sie ist ein Riesen-Songwriting-Talent

Während viele andere Musikerinnen und Musiker ihre Songs schreiben lassen, liefert Bebe Rexha selbst ab. Und das nicht erst seit ihrem eigenen Solo-Erfolg. So hat sie zum Beispiel schon als Songwriterin für Selena Gomez gearbeitet.

Gleichzeitig schrieb sie für ihr eigenes geplantes Studioalbum das Lied "Monster Under My Bed". Das Lied wurde von Eminems Produzenten an diesen weitergegeben und er produzierte auf Grundlage der Demo-Version schlussendlich den Song "The Monster". Den Refrain sang Rihanna neu ein – Bebe war nur noch als Backgroundsängerin zu hören. Der Song wurde zu ihrem ersten Nummer-eins-Hit.

4. Sie prangert offen sexuelles Fehlverhalten in der Musikbranche an

"Die Musikbranche kann ein finsterer Ort sein", sagte Bebe Rexha kürzlich in einem Interview mit der "Cosmopolitan".

Dort berichtet sie von schlimmen Erlebnissen, die sie am Anfang ihrer Karriere als Sängerin hatte. Unter anderem habe ihr ein Produzent die Füße massiert und dann versucht, sie auch oberhalb der Knie zu berühren, erzählte sie. Als sie daraufhin ihre Beine wegzog, habe der Mann gesagt: "Nein, ich mache, was ich will!" Er sei laut Rexha sehr berühmt gewesen. Ihr damaliges Management habe ihr gesagt: "Arbeite einfach mit ihm, du brauchst einen Hit!".

>> Bebe Rexha über die Musikbranche: "Ich dachte, ich werde gleich vergewaltigt"

5. Sie scheißt auf Photoshop

Ein Foto auf Instagram posten, ohne vorher 30 Filter drüber zu jagen? Für viele Stars unvorstellbar. Bebe Rexha aber möchte für ein realistisches Schönheitsideal einstehen und postete unter anderem dieses Bild aus ihrem Puerto-Rico-Urlaub.

Im knappen Bikini posiert sie darauf unter einem Baum am Strand und zeigt stolz ihre Kurven. Dazu schreibt sie: "Ich hätte wahrscheinlich meinen Bauch mit Photoshop bearbeiten und ihn flach aussehen lassen sollen. Ich hätte wahrscheinlich meine Beine mit Photoshop bearbeiten sollen, damit sie dünner aussehen." Und weiter: "So sieht eine echte Frau auf Instagram ohne Photoshop aus". Ihre Follower waren begeistert.

>> Pop-Star Bebe Rexha: "Ich habe eine bipolare Störung"

Quelle: Noizz.de