Ab nach Dänemark!

Wir können es nicht leugnen: Das Roskilde Festival ist eines unserer absoluten Lieblinge und unangefochten das Highlight des Festival-Sommers. Es findet dieses Jahr wieder in Dänemark statt, genauer genommen: Vom 27. Juni bis zum 4. Juli. Wir sind selbstverständlich auch wieder am Start und freuen uns wie kleine Kinder!

Damit wir unsere uneingeschränkte Freude mit euch teilen können, lassen wir euch hier nicht unwissend. Wir liefern euch unsere 10 Gründe, dieses Jahr zum Roskilde Festival zu kommen.

Happy Birthday!

Das Festival wird ganze 50 Jahre alt! Seit fünf Jahrzehnten findet die Veranstaltung im dänischen Städtchen Roskilde schon statt. Das muss gebührend gefeiert werden – und so, wie wir den Vibe des Festivals kennen, wird man sich an der Feierfront nicht lumpen lassen. Beste Stimmung ist also garantiert.

Die Geschichte

Die Roskilde-Bühnen und Wiesen können Popkulturgeschichte erzählen, wie keine anderen. In fünf Jahrzehnten schaffte es das Roskilde immer, absolute Hochkaräter der jeweiligen Gegenwart, aber auch Newcomer von übermorgen zu buchen. Als da wären: Nirvana (1992), Bob Marley (1978), Carlos Santana (1980), Snoop Dogg (2005), Eminem (2018), Bob Dylan (1990), Mac Miller (2012) oder Metallica (1986).

Das Line-up

An der Geschichte des Roskilde sieht man: Hier sind absolut geniale Booker am Werk. Sie schaffen immer eine ganz wunderbare Mischung aus den größten Stars, die es aktuell so gibt, zollen dabei den Größen der Vergangenheit Tribut und beweisen regelmäßig ihr unnachahmbares Gespür für die krassesten Newcomer, von denen noch keiner weiß. Dieses Jahr sind unter anderem bisher bestätigt: Taylor Swift, FKA Twigs, Anderson Paak, Pusha T, Mura Masa und Tyler, The Creator. Es wird zwar noch einige Bestätigungen geben – aber es ist jetzt schon abzusehen, dass das gut wird!

Gleichberechtigung

Festival Line-ups sind seit Jahren ein ziemliches Politikum: Es herrscht ein ignoranter Würstchenüberhang. Die Macher des Roskilde achten schon seit Jahren darauf, dass das Geschlechterverhältnis auf ihren Bühnen absolut ausgeglichen ist. Da können sich einige Festivals noch eine ordentliche Scheibe von abschneiden.

Non-Profit

Das Festival ist eine Veranstaltung mit großen Dimensionen: Jährlich kommen ca. 75.000 Besucher*innen nach Roskilde gepilgert, es spielen weit über 150 Künstler*innen und organisiert wird das ganze von krassen 30.000 Helfer*innen. Ja, richtig gelesen: Helfer*innen. Der Festivalriese hat nur ganz wenige feste Mitarbeiter*innen. Den Hauptteil stemmen Freiwillige – und zwar auf allen Ebenen. Bühnenverantwortliche nehmen sich teilweise ihren Jahresurlaub, um zwei Wochen die Bühne mit ihrem Team aufzubauen, Booker arbeiten in ihrer Freizeit unterm Jahr kontinuierlich am guten Line-up und unzählige Helfer*inne sorgen an den Festivaltagen für reibungslose Abläufe. Das eingenommene Geld wird jedes Jahr für einen guten Zweck gespendet.

Nachhaltigkeit

Müll ist ein riesiges Thema, wenn es um Festivals geht: Meistens hinterlassen die Besucher*innen riesige Müllberge und verwüstete Veranstaltungsorte. Ganze Ausrüstungen werden vor Ort gelassen, Müll einfach irgendwo hingeworfen und jeder scheißt auf die Umwelt. Unsere Redakteurin Laura hat daher letztes Jahr auf dem Frauenfeld den ultimativen Test gemacht und geschaut, wie weit sie ganz ohne Gepäck und ohne Müll auskommt.

Aber zurück zum Roskilde Festival: Hier hat man das Problem für die Umwelt schon vor Jahren erkannt und angefangen, sich Lösungen zu überlegen. Zuerst einmal gibt es eine Nachhaltigkeitsmanagerin auf dem Roskilde. Diese hat etwa für diesen Guide geschrieben, der wertvolle Tipps gibt, wie man es schafft ein Festival nachhaltig zu erleben. Die Eintrittsbändchen sind recycelbar, es gibt beinahe ausschließlich Bio-Essen auf dem Gelände, Müllpfand und Solarstrom. Das, was dennoch liegen bleibt, sammeln unter anderem die vielen Helfer*innen ein.

Das Essen

Die skandinavischen Länder sind für ihre Zimtschnecken berühmt – und zwar zu Recht. Auf dem Roskilde werden die Hefeteilchen frisch gebacken und sind absolut empfehlenswert. Aber auch sonst schlägt jedes kulinarische Herz hier höher. Alles ist frisch, vieles regional und die Auswahl beachtlich. Dadurch, dass es hierbei aber auch jeweils um Non-Profit Organisationen geht, die ihre geschmacklichen Kreationen verkaufen, hat man auf dem Roskilde wirklich gutes Essen zu sogar recht fairen Preisen.

Alles, außer Musik

Neben den großartigen Bands bietet das Roskilde Festival auch Kunst, Lesungen und Performances. Auch hier sind Newcomer und Größen direkt nebeneinander anzutreffen. Wer also zwischendurch mal Lust auf eine andere Art von Kultur hat, der ist hier ebenfalls bedient.

Der Ort

Roskilde ist eines dieser süßen, kleinen Städtchen, die einem vorkommen, wie aus einem Kinderbuch. Hier ist alles gediegen, die Menschen sind nett und alle sind hilfsbereit, wenn man mit zu viel Gepäck doch in den falschen Bus gestiegen ist. Toller Pluspunkt: Man muss nicht hierher fliegen, es geht auch mit Bus, Auto und Bahn. Die Umwelt freut sich!

Die Stimmung

Es mag an den Dänen liegen oder auch daran, dass hier Freiwillige aus aller Welt zusammenkommen, die gemeinsam an einer guten Sache arbeiten, aber: Auf noch keinem Festival war die Stimmung so gelassen und freundlich, wie auf dem Roskilde Festival. Die Helfer*innen verteilen zwischen großen Konzerten Wasser, damit keiner umkippt. Wenn man nicht weiter weiß, hilft einem immer jemand. Und selbst zu späterer Stunde sind alle lieb zu einem, wenn man leicht angesoffen noch ein Bier bestellen möchte.

Wie ihr unschwer erkennen könnt: Wir kommen aus dem Schwärmen nicht mehr raus. Wenn ihr nun überzeugt seid, sichert euch eure Tickets hier. Wir sind uns ziemlich sicher, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis das Festival ausverkauft ist.

Quelle: Noizz.de