Erst ist seit 1940 der jüngste Schauspieler, der für den Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert war.

Meine ersten zarten Annäherungsversuche mit Timothée Chalamet hatte ich, wie so viele, durch den Film "Call Me By Your Name". In der Indie-Produktion basierend auf dem gleichnamigen Roman von André Aciman spielt der 23-Jährige Elio Perlman, der mit dem Assistenten seines Vaters seine ersten Erfahrungen mit einem Mann macht. Seine Performance ist sensibel, romantisch und vielschichtig und löst in wirklichen allen Menschen tiefe Gefühle aus.

Denn nicht nur die Story ist universell, auch Timothées Darstellung geht einem zu Herzen. Diese Aufregung einer neuen Liebe und der Schmerz, wenn diese Liebe zu Ende geht, kennt eben jeder – ganz abgesehen von der eigenen sexuelle Orientierung. Und spätestens bei der tränenreichen Schlussszene weiß man – Timmy ist der Zucker im Tee der Filmbranche. Du weißt nicht, wie schnöde dein Leben war, bevor du es probiert hast.

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Noch im selben Jahr wie sein Mainstream-Debüt mit "Call Me By Your Name" zeigte er in "Lady Bird", dass er auch großartig in die Rolle des eingebildeten Teenie-Douchebags passt. Doch wer sich wirklich davon überzeugen will, dass Timothée das Leben bereichert wie Kandis im Earl Grey, der muss sich unbedingt "Beautiful Boy" ansehen.

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Das Drama basiert auf einer wahren Geschichte und zwei Memoiren – dementsprechend hoch sind die Erwartungen an eine solche Performance. An der Seite von Steve Carell bringt Timothée die Tragik einer Chrystal-Meth-Abhängigkeit trotz seiner jungen Jahre überraschend gut auf den Punkt. Irgendwo zwischen Trauma, Schmerz und Ekstase findet die Schauspielkunst des 23-Jährigen seinen Höhepunkt. Und schon wieder sorgt er damit für eine Flut an Tränen, die nur schwer aufzuhalten ist.

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Den Shakespeare-Boner löst der Nachwuchsstar aktuell mit seiner Hauptrolle in dem Historiendrama "The King" aus. In der Netflix-Produktion verkörpert der 23-Jährige den englischen König Heinrich V., der in einem Krieg Frankreich erobert. Der Film, in dem Robert Pattinson den französischenThronfolger und Heinrichs Widersacher spielt, basiert auf den Stücken "Heinrich IV." und "Heinrich V." von William Shakespeare und ist dementsprechend auch was für alle, die damit angeben, dass sie ihr Referat fürs Englisch-Abi über "Macbeth" gehalten haben (so wie ich).

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Nicht nur sein schauspielerisches Talent sorgt für den aktuellen Timmy-Hype. Das W-Magazine titelte erst vor Kurzem: "Wie Timothée Chalamet Hollywoods bestgekleideter Mann auf dem roten Teppich wurde." Spätestens seit seinem ikonischem Look auf dem Red Carpet der Golden Globes im Januar 2019 hat der Schauspieler die Modewelt ordentlich modernisiert.

Damals trug er eine schwarze Hose, ein schwarzes Hemd ohne Kragen und eine von Virgil Abloh höchstpersönlich designte glitzernde Harness von Louis Vuitton – und erinnerte damit darin, wie langweilig der Rest der männlichen Hollywood-Stars bei solchen Events auftaucht. Seitdem gehen die Looks und Red-Carpet-Videos von Timothée regelmäßig viral. Keiner spielt so erfolgreich mit der Dreifaltigkeit aus Eleganz, Design und Männlichkeit wie er.

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Fazit: An Timmy kommt gerade niemand vorbei. Deswegen solltest du einfach mit dem Strom schwimmen und den Zucker haufenweise in deinen Tee laden, indem du dir seine sämtliche Filme reinziehst und dich selbst davon überzeugst, wieso er der jüngste Schauspieler ist, der seit 1940 für einen Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert wurde. Frischen Nachschub gibt es übrigens auch schon in Kürze: Timothée Chalamat spielt an der Seite von Emma Watson und Saoirse Ronan in der Romanverfilmung "Little Women", die am 30. Januar 2020 in die Kinos kommt.

  • Quelle:
  • Noizz.de