Ich konnte es schon immer.

Es gibt Spiele, die kennt man einfach aus der eigenen Kindheit: Mau-Mau, Kniffel, Stadt–Land–Fluss oder eben UNO. Nicht nur, dass eigentlich jede Familie meiner Kindheitsfreunde wenigstens einen dieser Klassiker bei sich im Schrank liegen hatte, jeder Haushalt spielte nach seinen eigenen Regeln. Keine Ahnung, woran das eigentlich liegt – gab es früher keine Spielanleitungen? Eines der großen UNO-Mysterien war die Frage, ob man das Spiel auch mit einer Aktionskarte beenden kann. 48 Jahre, nachdem das Spiel erschienen ist, meldet sich UNO diesbezüglich offiziell zu Wort!

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„Ja, du kannst das Spiel mit einer Aktionskarte beenden“, so UNO via Twitter.

Puh, Geheimnis gelüftet. Wobei ... war das überhaupt je eine Frage? Ich konnte Spiele schon immer mit Aktionskarten beenden – wieso auch nicht? Was mich viel mehr irritiert, ist ein weiterer Tweet von UNO, auf den man in den Drunterkommis stößt:

„Nein, man darf keine Karten stapeln.“

Gemeint ist, dass man beispielsweise auf eine „+2“ eines Mitspielers nicht mit einer eigenen „+2“ reagieren darf, um so dem nächsten Spieler insgesamt +4 Karten aufzuhalsen.

Lol. Haben die ihr eigenes Spiel nicht verstanden? Das Risiko, dass die eigenen Aktionskarten von Mitspielern eventuell erwidert und so auf einen selbst zurück treffen können, war das einzige Element im Spiel, dass die Fähigkeit der Antizipation erforderte und so ein bisschen Schwung in die Kiste brachte.

Vielleicht machen sich deswegen alle ihre eigenen Regeln - und wer sich keinen Regeln aus dem Jahr 1971 beugen möchte, stapelt eben seine Karten. Seems legit.

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Quelle: Noizz.de