Stephenie Meyer hat kürzlich nicht nur ein neues "Twilight"-Buch veröffentlicht. Sie hat auch dafür gesorgt, dass der sexarme Blutsauger-Kult wieder so richtig Fahrt aufnimmt. Auf TikTok ist dieser Trend so richtig nasty: Ungefiltert wird die gesamte Beschissenheit der "Twilight"-Verfilmungen zur Schau gestellt.

Das Prädikat "So schlecht, dass es schon wieder gut ist" kann man auf so vieles anwenden – Dieter Bohlens Haare, "Das Sommerhaus der Stars", manche vegane Käsesorten, alle Songs der Vengaboys. Nicht in dieser Auflistung: "Twilight"-Verfilmungen. Denn die sind ausnahmslos schlecht. Und zwar ganz objektiv betrachtet. Vor allem der erste Teil der fünfteiligen Blockbusterreihe, "Twilight – Biss zum Morgengrauen", ist eine 122-minütige filmgewordene Talfahrt menschlichen Könnens.

"Twilight": Plot, Special Effects und Schauspieler*innen – alles ist schlimm

Eigentlich komisch: Regisseurin Catherine Hardwicke hatte vor "Twilight" schon den grandiosen Skater-Film "Dogtown Boys" zu verantworten – und Robert Pattinson und Kristen Stewart haben nach und vor ihrer Zeit als Emo-Vampire bewiesen, dass sie eigentlich recht gut schauspielern können.

Schaut man sich den Film von 2008 aber an, wird man den Eindruck nicht los, dass hier maximal der Hobby-Filmverein Hintermeppen beteiligt war – und nicht etwa Hollywood-Produktionsstudios. Die Special Effects sind lächerlich (ein Wunder, dass beim vampirigen Jumpen durch die Bäume die Sicherheitsseile an Cullens Hinterteil wegretuschiert wurden), das Make-up ist schlampig (Sorry, aber man sieht die weißen Make-Up Ränder an Ohren und Kinn der Vampir-Familie) und die schauspielerische Leistung fällt doch eher bescheiden aus (ja, anders als Bella Swan hat Kristen Stewart mehr als einen Gesichtsausdruck).

Robert Pattinson und Kristen Stewart auf einer Twilight-Premiere im Jahr 2011.

"Twilight" war dennoch ein Hit

Dennoch waren die Filme vor gut zehn Jahren der absolute Renner – und gehen damit denselben Weg, wie die Büchervorlage. Denn: Es ist längst kein Geheimnis, dass Autorin Stephenie Meyer kein Genie ist – und es dennoch zur Bestseller-Autorin geschafft hat (wenn das den Talentlosen unter uns nicht mal Hoffnung macht ...). Mit ihrem neuen Buch "Midnight Sun" oder zu Deutsch "Twilight – Biss zur Mitternachtssonne" hat Meyer uns nun die gesamte Soße des ersten Buches wieder aufgewärmt – nur halt aus der Sicht des Glitzer-Vampirs Edward Cullen.

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Dank "Midnight Sun": Alle reden wieder über Twilight

Grund genug für die Social Media Öffentlichkeit, sich auch noch mal mit Twilight zu beschäftigen. Auf TikTok kann man aktuell Snaps bewundern, die sich mit dem Filmstoff "Twilight" auseinandersetzen. Und diese sind so grandios, dass man fast schon dankbar für das Original sein muss – wie sonst hätten wir uns jemals anschauen können, wie User brodywellmaker Kristen Stewarts uninspiriertes Overacting aus Kichern, Augenaufschlag, Mundöffnen und Ausatmen imitiert?

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Ist Bella Swan lebensunfähig?

Vor allem Bella Swan wird ordentlich durch die Mangel gedreht. Userin nasaredd beschäftigt sich etwa mit der wohl eindeutigsten Niederlage in Bella Swans Leben: Dem aussichtslosen Kampf mit der Ketchupflasche:

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Userin boogiewoogie99 erklärt, wie ein ganz normaler Teenager auf die sehr eindeutige Weirdness von Edward Cullen reagieren müsste (und sollte!):

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Derweil fasst Userin sherrnerr894 die vollkommen toxische Beziehung von Bella und Edward zusammen:

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Außerdem werden ein paar Fehler, fragwürdige Momente, Styling-No-Gos und andere Kuriositäten aufgezeigt:

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TikTok und "Twilight" – man kann es nur lieben

Wir möchten uns bei allen User*innen auf TikTok für ihre hilfreiche Interpretation des Filmstoffes bedanken. Sehen wir "Twilight" jetzt mit anderen Augen und finden den Film gar nicht mehr so schlimm? Nein – eher dreht sich der Vampir im Sarg um! Aber wir haben gemerkt, wie unfreiwillig lustig hier alles ist.

Wir hoffen dennoch inständig, dass sich R.Pats und K.Stew von TikTok fern halten. Dürfte nämlich psychisch eine ziemliche Herausforderung für den angehenden Batman und Charlies ehemaligen Engel sein, sich das hier zu geben. Aber gut: Sie waren jung und brauchten das Kunstblut.

  • Quelle:
  • Noizz.de