Unsere Erde ist einzigartig vielseitig. Wie sehr, das zeigen uns Tierdokus immer wieder aufs Neue. Nun ist wissenschaftlich bewiesen: Sie heben unsere Stimmung und noch besser, sie beseitigen Langeweile! Deswegen haben wir die fünf besten für trübe Herbsttage kuratiert.

Für manch einen sind Dokus uns insbesondere Tier- oder Naturfilme das Langweiligste auf Erden. Aber mal ehrlich: Habt ihr euch jemals an einem verregneten, kalten Tag – an dem man absolut nichts unternehmen kann – eine Kanne Tee, wahlweise Kaffee gemacht und euch einfach mehrere Stunden lang die wunderbare Vielfalt unseres faszinierenden Planeten vor Augen führen lassen? Es gibt nichts Wundervolleres! Das hat jetzt sogar die Wissenschaft bewiesen.

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Die britischen Forscher*innen haben in Zusammenarbeit mit der renommierten BBC Natural History Unit in einer Studie untersucht, welchen Effekt Tierdokumentationen auf uns haben – insbesondere im Hinblick auf die andauernde Covid-19-Pandemie. Ihr Ergebnis ist wenig überraschend: Tierdokus machen glücklich, reduzieren negative Gefühle und vertreiben Langeweile.

Im Rahmen ihrer Studie haben die Forscher*innen auch festgestellt, dass VR-Dokumentationen diesen Effekt sogar verstärken können, weil wir so noch mehr in die Natur eintauchen können. Um das herauszufinden, zeigten sie den Proband*innen zunächst einen Film, indem Menschen beschreiben, wie sie gerade versuchen, einen neuen Job zu finden. Im Anschluss wurden sie befragt, wie sie sich vor, während und nachdem sie den Film gesehen haben, gefühlt haben. Gleiches wurde nach dem Konsum einer Tierdoku wiederholt.

Die Wissenschaftler*innen hoffen nun, dass ihre Ergebnisse auch im Rahmen der Corona-Pandemie helfen können, die Stimmung der Menschen zu heben – indem sie eben Tierdokus gucken. Wir machen den Anfang und geben euch hier fünf sehr sehenswerte Dokus an die Hand, mit denen ihr den ersten Schritt machen könnt. Und nein, "Tiger King" ist nicht dabei.

1. Unser blauer Planet I und II (2001 & 2017)

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Alles, an dem Reporter-Legende David Attenborough und Naturfilmer Alastair Fothergill mitwirken, könnte man getrost in diese Liste der herausragendsten Tierdokus aller Zeiten packen. Stellvertretend für dieses monumentale Lebenswerk stellen wir euch diese 15-teilige Dokureihe vor, die euch in atemberaubenden Bildern zeigt, was sich alles in unseren Ozeanen tummelt – wenn wir diesen Lebensraum nicht irgendwann zerstören.

2. David Attenbourogh: Mein Leben auf unseren Planeten (2020)

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Apropos zerstören: Davon, wie sehr sich die wilde Natur und Fauna alleine im 20. Jahrhundert bis heute verändert hat, kann der eben bereits erwähnte David Attenborough ein Lied singen. Der Mann ist stolze 94 Jahre alt und dreht seit mehr als sechs Jahrzehnten Tierfilme. Die Netflix-Doku zeigt, wie er unseren Planeten in all den Jahren erlebt hat – Attenborough hat jeden Kontinent bereist, wilde Orte unseres Planeten erkundet und die Fauna mit all ihren Facetten und Wundern dokumentiert. Der Film spricht die größten Herausforderungen für das Leben auf unserem Planeten an und überbringt gleichzeitig eine hoffnungsvolle Botschaft für zukünftige Generationen. Denn: Noch ist nichts verloren!

3. Die Wüste lebt (1953)

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Ja, Disney hat auch Dokumentationen gedreht. James Alagar zeigt in seinem Film, dass die Wüste gar nicht so karg und lebensfeindlich ist, wie wir oft denken: Kröten, Blumen, Schlangen, Skorpione sind faszinierender, als du denkst. Gedreht wurde dafür im nordamerikanischen Kaskadengebirge und im kalifornischen Sierra Nevada. 1953 erhielt der Dokuklassiker sogar den Oscar als bester Dokumentarfilm.

4. Pinguine hautnah (2016)

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Pinguine sind faszinierende Lebewesen – und ja, meistens wird als beste Pinguindoku "Die Reise der Pinguine" von Luc Jaquet aus dem Jahr 2005 genannt. Der Oscar-Gewinner erzählt fast schon wie ein Spielfilm das Leben einer Kaiserpinguin-Kolonie in der Antarktis. Ist schon interessant, liefert aber nicht ansatzweise so großartige Bilder wie diese dreiteilige Doku von BBC Earth in drei Teilen, die von Humboldt-Pinguinen bis hin zu den monogamen Kaiserpinguinen einfach alles über die flugunfähigen Vögel erzählt, die tragischen als auch liebenswerten Seiten. Besonders empfehlenswert, wenn es richtig heiß ist.

5. Die Geschichte vom weinenden Kamel (2003)

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Zum Schluss ein eher ungewöhnlicher Tierdoku-Tipp. "Die Geschichte vom weinenden Kamel" ist tatsächlich ein deutscher Film und spielt in der Mongolei. Denn ja, auch da gibt es Kamele. Der Film erzählt die Geschichte einer Nomadenfamilie, die mit ihren Schafen in der Wüste Gobi lebt. Als es Kamelnachwuchs gibt, erlebt die Familie eine Überraschung: Das Kameljunge ist weiß, seine Mutter verstößt es. Durch ein traditionelles mongolisches Instrument, die Pferdegeige, wird die Kamelmutter darauf konditioniert, ihr Junges doch anzunehmen. Die Doku wurde 2005 sogar für den Oscar nominiert, konnte sich aber nicht gegen "Im Bordell geboren – Kinder im Rotlichtviertel von Kalkutta" durchsetzen.

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  • Quelle:
  • Noizz.de