Seit zwanzig Jahren wird am 21. Juni der "Tag des Schlafes" gefeiert. Pünktlich zum Sommeranfang soll so alljährlich auf die Wichtigkeit des Schlafes für die eigene Gesundheit und das Glücksempfinden hingewiesen werden. Denn eine gesunde Beziehung zum eigenen Schlaf sollte man nie, nie, nie unterschätzen – ich kann euch ein Lied davon singen, wie kacke es ohne ist.

Ich vermiss dich. Seit ein paar Monaten ist nichts mehr wie vorher – weil du dich entschlossen hast, mich zu verlassen. Eigentlich war unsere Beziehung so gut, so gesund: Jahrelang konnte ich mich abends entspannt ins Bett legen, ein bisschen vor mich hin denken und zack, warst du da. Hast mich nie lange warten lassen, warst immer zuverlässig. Acht Stunden haben wir jede Nacht zusammen verbracht, ohne Unterbrechungen, oder Stress – alles so easy, dass ich morgens richtig gern aufgewacht bin. Weil ich wusste, dass ich fresh in den Tag starten kann – und du da bist, wenn ich abends wieder müde ins Bett falle. Mein Bett: 2,20 Meter auf 1,80 Meter Gemütlichkeit, Safe-Space und Rückzugsort.

Das Bett – Rückzugsort deluxe

>> Warum träumen wir in Corona-Quarantäne plötzlich von Expartner*innen? Ein Schlafforscher weiß Rat

Zu wach zum Schlafen, zu schläfrig zum Wachbleiben

Aber das war einmal. Ich weiß nicht, was zwischen uns passiert ist, aber plötzlich hattest du keinen Bock mehr auf mich. Hab ich dich nicht genug wertgeschätzt? Hab ich dich für zu selbstverständlich genommen?

Mittlerweile ist mein Bett eher so etwas wie ein Kriegsschauplatz geworden, dem ich mich nur noch mulmig nähere – aus Angst vor dem, was Nacht für Nacht auf mich wartet: Denn das bist nicht du, sondern das Wachsein. Ich rede nicht von der gesunden Sorte Wachsein, sondern von der, die plötzlich einfach da ist – wie ein unangemeldeter Gast auf der eigenen Hausparty. Und partout nicht mehr verschwinden will. Die, die einem Schwindelkopfschmerzen und Flauheitsgefühle macht – von denen man weiß, dass sie sich wie ein Schatten über dem kommenden Tag legen werden, verscheucht man sie nicht schnell genug.

Schnell genug heißt: Innerhalb einer viertel Stunde, denn alles, was länger dauert, reißt so ein enormes Loch in die einzelnen Schlafphasen, dass danach kaum noch mehr als sinnfreies vor sich Hindösen drin ist.

CBD, Lavendel, Baldrian

Ich hab schon so vieles versucht, um dich zurückzuholen: Habe es mit einem Drink am Abend probiert, mit CBD-Gras, CBD-Öl und Lavendelspray. Habe mir Baldrian zugelegt – extra hoch dosiert. Melatonin. Hab alles einzeln ausprobiert, dann alles gleichzeitig. Hab meine Matratze umgedreht, Kissenburgen gebaut oder bin mitten in der Nacht vom Bett auf das Sofa umgezogen, weil ich dachte, dass ich dich da vielleicht wieder finde. Aber das Ergebnis ist trotzdem immer das Gleiche: Meine Nacht endet zwischen vier und fünf abrupt, nur selten schaffe ich es, noch mal einzuschlafen, bevor der Wecker klingelt. Dann tapse ich im Dunklen ins Bad, um viel zu heiß zu duschen. Lasse stundenlang Podcasts und Meditationsmusik laufen, zwinge mich zur Entspannung, um den nächsten Tag nicht komplett im Arsch zu sein.

Das zieht sich jetzt seit drei Monaten so – und ich weiß nicht, wie lange ich das noch mitmachen kann. Du fehlst mir, echt: Meine Konzentration ist shitty ohne dich, mein Körper eine verdammte Baustelle. Fühle mich an vielen Tagen wie ein Auto, an dessen Seite man extra langsam mit einem Schlüssel den Lack abkratzt. Fühle mich unvollständig. Fühle mich fast ein bisschen schuldig, dass ich dich früher immer einfach so hingenommen habe.

Ich vermiss dich. Wir waren doch schon echt cute miteinander. Lass es uns noch mal miteinander versuchen – und ich verspreche, ich nehme dich nie wieder als selbstverständlich hin.

>> Sorgt dieses CBD-Kissen wirklich für Entspannung im Schlaf?

>> Deshalb kostet Drakes Luxus-Matratze 390.000 US-Dollar

Quelle: Noizz.de