Seit Anfang Februar gibt es die schönsten Animes der Welt auf Netflix: Die Produktionen von Studio Ghibli und dem weltbekannten Regisseur Hayao Miyazaki, der die Märchen- und Sagenkultur Ostasiens mit seinen Zeichentrick-Filmen für die gesamte Welt in zeitlose Kunst getunkt hat.

Streaming-Riese Netflix hat tief in die Tasche gegriffen und ganze 21 der bekanntesten Werke Ghiblis eingekauft. Im Februar, März und April sind beziehungsweise waren jeweils sieben davon online verfügbar. 21 Filme in drei Monaten sind natürlich eine Ansage und vielleicht hat nicht jeder die Zeit für sämtliche Veröffentlichungen seit 1986.

Falls ihr Februar und März gar nicht richtig auf dem Schirm hattet und gerne die Highlights nachholen wollt: Hier sind noch mal unsere Empfehlungen:

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Nun aber los mit der Top 3 für den April, die ihr unbedingt sehen solltet. Hier sind sie, die drei schönsten Filme von Studio Ghibli, die ihr diesen Monat auf Netflix sehen könnt.

Ghibli auf Netflix: "Pom Poko" (1995)

"Pom Poko", noch vor dem internationalen Durchbruch erschienen und deshalb ein kleiner, verlorener Diamant. Die Geschichte spielt in Tokio, irgendwann in den 60ern: Die im Wald lebenden Maderhunde haben magische Kräfte – wenn sie lange genug üben und trainieren, können sie sich in Menschen verwandeln. Doch ihr zauberhaftes Leben in der Natur wird zerstört, da Menschen einen Vorort der Hauptstadt in ihren Wald bauen. Was sollen sie tun? Kämpfen oder sich mit der neuen Situation arrangieren?

Durch die Innensicht der Maderhunde erhält die Naturzerstörung des Menschen noch mal eine ganz andere Note. Wie so oft schaffen die Filmemacher von Studio Ghibli es, ernste Themen und Kritik an der Zeit – die heute nicht aktueller sein könnte – in mitreißend verspielte Geschichten zu verstricken, die uns für eine Spielfilmlänge mit in eine andere Welt nehmen.

Ghibli auf Netflix: "Das wandelnde Schloss" (2005)

Wohl das Aushängeschild im April. "Das wandelnde Schloss" ist einer der ganz großen Würfe von Star-Regisseur Hayao Miyazaki. Sophie, eine junge Hutmacherin, wird aus Eifersucht von einer bösen Hexe mit einem Zauber belegt und ist fortan im Körper einer 90-Jährigen gefangen. Als sie wegrennt, begegnet sie einer magischen Vogelscheuche, durch die sie das wandelnde Schloss des Zauberers Hauro findet. Im Schloss kann sie als Putzfrau arbeiten und trifft auf weitere Figuren, mit deren Hilfe sie ihren alten Körper zurückerlangen will.

Der Film spielt im angehenden Industriezeitalter des 19. Jahrhunderts und warnt vor Technik und Krieg. Eine Geschichte, die vor Kreativität und bunten Ideen nur so sprudelt, ohne dabei ihre ernste Kritik aus den Augen zu verlieren.

Ghibli auf Netflix: "Wie der Wind sich hebt" (2014)

Der bislang letzte Film aus der Feder Hayao Miyazakis. "Wie der Wind sich hebt" spielt in Japan zur Zeit des Zweiten Weltkriegs. Hauptfigur ist ein kleiner Junge, der davon träumt, Flugzeug-Ingenieur zu werden. Ganz ohne Magie und Fantasiewelten kommt sie aus, die Geschichte des begabten Jiro, der auf der einen Seite zu den Pionieren seiner Zeit gehört, auf der anderen Seite eine tragische Liebesgeschichte mit seiner schwer kranken Freundin erlebt.

Wirklich magisch ist der Film aber trotzdem. Die Bilder sind so schön gezeichnet und gemalt, dass es eine wahre Freude ist, die etlichen Papierflieger und Flugzeuge durch den Bildschirm gleiten zu sehen. Wie Zeichentrickfiguren eines Animes durch riesige Lagerhallen laufen, und dabei die Winkel von Flügeln und die Ästhetik verarbeiteter Schrauben bestaunen, klingt im ersten Augenblick wirr, ist aber grandios. Ein Meisterwerk, das hoffentlich nicht das Letzte bleiben wird. Dieses Jahr soll Hayao Miyazakis letzter Film erscheinen: "How Do You Live?"

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Quelle: Noizz.de