Geht es noch radiotauglicher?

Nach drei Jahren Stille veröffentlicht Robbie Williams am 22. November endlich neue Musik: Ein festliches Doppelalbum, das konsequenterweise "The Christmas Present" heißen wird. Auf der Platte: Ein Duett mit der deutschen Schlager-Maschine Helene Fischer. Die beiden singen gemeinsam "Santa Baby". Wie berichtet wird, sei Fischer dafür extra nach London gereist um mit dem 45-Jährigen eine Studiosession einzulegen. Fans der beiden Musiker dürften sich nun freuen wie Bolle. Für alle anderen heißt das: Legt euch schon mal überdimensionale Ohrenschützer zu – denn der Song dürfte dieses Jahr im Einheitsradio durchgenudelt werden bis Rudolphs rote Nase blinkt.

Neben dem Song mit Fischer wird es wohl auch Duette mit Musikern wie Rod Stewart und Brian Adams auf "The Christmas Present" geben.

Be merry as fuck!

Ist es einfach irgendwann so weit, im Leben eines ausrangierten Popmusikers? Das Weihnachtsalbum? Eigentlich verbindet man Williams nach wie vor mit dem Image des wilden Boygroup-Mitglieds. Der Typ, der in den Neunzigern bei Take That ausstieg, eine steile eigene Karriere hinlegte und meistens alkoholisiert oder auf Koks für Schlagzeilen sorgte. Ist natürlich längst vorbei, diese Phase: Williams ist mittlerweile Familienvater und Ehemann. Er hat drei Kids und ist mit US-Schauspielerin Ayda Field verheiratet.

Da kann man sich schon mal die Lichterkette umbinden, unter den Mistletoe stellen und ein Doppelalbum voller Weihnachtssongs trällern. Wobei wir uns ein bisschen fragen, ob die Spielzeit eines Doppelalbums nicht ein bisschen übertrieben ist. Wird es neue selbstgeschrieben Songs geben? Oder singt Williams einfach unermüdlich Klassiker vor, die wir alle schon kennen (und sind wir mal ehrlich: Das darf eigentlich nur Mariah Carey)? Wir sind gespannt. Übung bei der Angelegenheit hat Williams ja bereits: Im Jahr 2011 feierte er mit Nicole Kidman Weihnachten – damals coverten sie den Frank-Sinatra Klassiker "Somethin' Stupid".

Weihnachtsexperten Fischer und Williams

Ob es zu dem Duett von Helene und Robbie auch ein so schlüpfriges Video geben wird wie das zwischen dem Briten und Kidmann damals, ist noch nicht bekannt. Im Interview mit "T-Online" war Williams jedenfalls voll des Lobes für seine Duett-Partnerin. Er hatte offenbar ganz viel Spaß mit ihr und findet sie "total lieb" – wie schön. Außerdem sagte Williams über Helene: "Sie hat keine Kanten, an denen man sich in ihrer Umgebung stößt." Gut, das wussten wir schon – die Helene, die ist wie Teflon. Wenn irgendwann enthüllt wird, dass die Fischer ein programmierter Show-Roboter eines wahnsinnigen Label-Professors ist – wir würden uns keine Sekunde wundern.

Allerdings hat sich der britische Künstler mit "unserer" Helene eine ausgesprochene Expertin in puncto Weihnachten ins Haus geholt: Schließlich kann man sich in Deutschland die Vorweihnachtszeit gar nicht mehr vorstellen, ohne dass irgendwann Helene Fischer mit ihrer egozentrierten, dreistündigen Weihnachtssendung über den wohnzimmerlichen Fernseher wirbelt. Für die einen bedeutet das christkindliche Freude, für die anderen eine noch größere Tasse Glühwein. So hat halt jeder seine Weihnachtstraditionen. Mal schauen, ob Williams mit seinen Weihnachtssongs ab diesem Jahr dazugehören wird.

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Quelle: Noizz.de