Sie hält die Spannung über alle Folgen aufrecht und zeigt mir neue Perspektiven auf.

Gestern lag ich flach – fetter Grippe-Infekt oder sowas, und habe auf Netflix nach guten Serien geguckt. Weil ich die Serien "Denver-Clan" und "Jane the Virgin" schon durchhatte, war ich verzweifelt auf der Suche nach einer neuen lustigen, trotzdem spannenden Serie. So bin ich dann unverhofft über "Dead to me" gestolpert.

Erst habe ich die Serie aus Langeweile angefangen, doch schon nach wenigen Minuten war ich voll im Geschehen drin und konnte den Laptop nicht mehr ausschalten. Ich war so geflasht, dass ich nicht mal beim Kochen und Essen Pause machen konnte. Für einen Serienmarathon kann ich diese Serie also nur empfehlen, denn sie hat zehn gute Folgen und man möchte unbedingt wissen, was als nächstes passiert, da die Episoden immer im totalen Nervenkitzel enden.

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Darum geht es in der Serie "Dead To Me" auf Netflix

 Worum es geht? "Dead to me" handelt von einer Witwe (Jen), die sich in einer Selbsthilfegruppe mit der wahnsinnig optimistischen Judy anfreundet. Doch der Schein trügt, da Judy viele Geheimnisse mit sich trägt. Die beiden Freundinnen erleben viele Ups und Downs zusammen. Doch bleibt die Freundschaft bis zum Ende bestehen?

3 Gründe, warum "Dead To Me" sicher deine neue Lieblingsserie wird

 Wäre ich nicht krank gewesen, dann hätte ich mir die Serie wahrscheinlich gar nicht angeguckt. Dabei lohnt sich das sowas von! Du bist nicht überzeugt? Hier sind 3 gute Gründe, warum ich "Dead to me" an einem Tag durchgeguckt habe – und du das auch solltest.

1. Man kann sich nicht entscheiden, ob man Judy mag oder nicht

 Judy scheint am Anfang sehr nett. Sie ist süß, mitfühlend, sieht gut aus und hat einen farbenfrohen Style. Doch schon zu Beginn ihrer Freundschaft belügt sie Jane und man kann ihr nicht vertrauen. Achtung, Spoiler! Zum Beispiel behauptet sie zunächst, ihr Verlobter sei ebenfalls gestorben, obwohl er einfach nur Schluss gemacht hat. Und das war noch eine der kleineren Lügen.

Aber trotzdem ist sie Jen eine riesige Hilfe, um mit dem Verlust ihres Mannes klarzukommen. Ihr merkt schon, dass da ein Konflikt entsteht. Man stellt sich die Frage, ob es jetzt ok ist, sie nett zu finden, obwohl sie lügt und viel verschweigt. Und das war für mich definitiv eine Frage, dich mich angespornt hat, weiter zu gucken.

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2. Die Serie macht nachdenklich – und beschäftigt auch nach Ende

 Das man es schafft, mit Absicht seine beste Freundin zu täuschen, hat mich wirklich zum Nachdenken angeregt. Kann ich meiner besten Freundin vertrauen? Ist sie ehrlich zu mir? Aber die Serie zeigt auch, dass nichts perfekt ist. Judy macht Fehler, und hat auch ihre Geheimnisse, die sie nicht jedem erzählt. Und auch wenn sie gelogen und Scheiße gebaut hat, steckt in ihr eine nette Person. Und dann ist da noch die andere Seite … Jen.

Jen hat nämlich starke Probleme, Leuten zu vergeben und neigt zu Aggressionsproblemen. Auf der anderen Seite vertraut sie Judy scheinbar blind und möchte vielleicht gar nicht bemerken, dass gerade nicht alles gut läuft. Und trotzdem sind beide tolle Menschen. Ich habe auch schon viel Scheiße gebaut und auch mal eine Freundin verletzt, so wie Judy. Aber ich habe es bereut und mir wurde verziehen. Ich war auch schon in Jens Rolle und habe einer Freundin verziehen. Daher glaube ich, dass niemand perfekt ist und es darum geht, das Beste aus seinem Leben zu machen.

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3. Trotz der ernsten Aspekte wird sehr viel gelacht

 Judy und Jen telefonieren die Nächte durch, und machen, was beste Freunde eben so machen. Sie reißen zusammen Typen auf und betrinken sich. Beide brauchen den anderen und sind füreinander da. Die Serie bietet also auch richtig viele Freundschafts- und Lachmomente. Ich bin sehr dankbar für meine Freunde, und habe gerade durch die Serie gemerkt, dass es nicht selbstverständlich ist, eine coole und loyale Freundin zu haben. Daher bin ich der Meinung, dass wir Freundschaft schätzen, pflegen und nicht ausnutzen sollten.

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Quelle: Noizz.de