Das Coronavirus zwingt nicht nur immer mehr gesunde Menschen zum heimischen Quarantäne-Aufenthalt, sondern entlockt unseren ängstlichen Herzen auch die kreativsten Fantasien über das Ende der Welt. Der beste Zeitpunkt für etwas filmischen Input.

Mit dem Ausbruch des Coronavirus werden Menschen in unserem Umfeld zu Spezialisten über Lebensmittelvorräte und Notfall-Rucksäcke für die Apokalypse, die vorher so wenig mit Prepping zu tun hatten, wie uns Klopapier- und Mehl-Vorräte über existenzielle Krisen helfen können.

Aber eines verbindet uns dann doch alle – die Realisten, die Ängstlichen, die Panikmacher, und die Romantisierer einer post-apokalyptischen Zukunft: Irgendwie ist es echt spannend und romantisch, sich so eine Welt auszumalen, in der alles noch mal auf null gesetzt wird, in der man wieder richtig spürt, zu leben, in der man neue Dörfer und Städte aufbaut, und so überhaupt nichts vorgegeben ist.

Corona and Chill: Mit diesen Filmen überstehst du die Quarantäne

Der perfekte Zeitpunkt, sich mit apokalyptischen Filmen ins Bett zu legen und entweder in romantischen Fantasien zu schwelgen, oder sich noch mal vor Augen halten zu lassen, dass wir es aktuell eigentlich echt gut haben und ein Crash unserer Welt wohl eher katastrophal, als spannendes Abenteuer sein würde. Hier sind die sechs besten (post-)apokalyptischen Filme.

Prinzessin Nausicaä lebt in einer apokalyptischen Zukunft: Die Natur der Welt wird von einem immer weiter auswuchernden Pilzbefall heimgesucht, der die Luft vergiftet und für Menschen tödlich ist. Während die letzten Menschen in einen finalen Krieg gegen die Natur ziehen wollen, erkundet die kluge Prinzessin den wahren Grund dieses toxischen Befalls. Der Film, der auch als Geburtsstunde des legendären Studio Ghiblis gesehen wird, verarbeitet die industrielle Zerstörung der Erde und könnte damit nicht zeitgemäßer sein.

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The Purge

Ein Klassiker unter den modernen Horrorfilmen: Kriminalität und Arbeitslosigkeit sind den USA so niedrig wie nie zuvor. Das hat einen Grund: Einmal pro Jahr sind für 12 Stunden alle Verbrechen legal. In diesem Zeitraum lassen die Menschen alles raus, was sich in den restlichen 364 Tagen angestaut hat. Der Film zeigt die Grausamkeit dieser "Reinigung" und mit ihr, in was sich ein Leben ohne Gesetze auf der Erde womöglich entwickeln könnte: Anarchie, Chaos, Mordlust.

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"Melancholia"

Eines der Meisterwerke Lars von Triers. In der ersten Hälfte des Films geht es um eine depressive Braut (Kirsten Dunst) am Tag ihrer Hochzeit. Nie hat ein Film diese psychische Krankheit intensiver und authentischer vermittelt. Im zweiten Teil wird die Beziehung der Braut und ihrer Schwester gezeigt, die die letzten Stunden miteinander verbringen, bevor die Erde mit dem Planeten "Melancholia" zusammenstößt und alles Leben ausgelöscht wird. Was macht das mit einem, wenn man weiß, dass in ein paar Stunden alles vorbei ist?

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"Die Stadt der Blinden"

Perfekter Film für alle, die sich schon beim Coronavirus gruseln und Lust auf einen richtigen Schocker haben: Ein Virus bricht aus und wer sich damit infiziert, wird blind. Für immer. Anfangs sind es nur ein paar wenige, die unter Quarantäne gestellt werden, um eine Verbreitung zu verhindern. Dann immer mehr. Während die normale Welt Stück für Stück auseinanderfällt, bildet sich unter Quarantäne eine neue Welt der Blinden – unter dem Gesetz der Stärkeren entsteht so eine brutale Hierarchie.

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"Wall-E"

Vielleicht der realistischste Zukunftsentwurf dieser Runde. Die Menschen haben es geschafft, die Erde so zu vermüllen, dass kein Leben mehr dort existieren kann und sie fortan in einem riesigen Raumschiff im All leben müssen. Hinterlassen haben sie einzig Wall-E, einen kleinen Aufräum-Roboter. Der räumt und schiebt und sortiert ebenso einsam wie fleißig vor sich hin, bis eines Tages ein Roboter auf die Erde kommt, um zu überprüfen, ob vielleicht wieder Leben gewachsen ist. Damit beginnt eine der skurrilsten und zauberhaftesten Liebesgeschichten des modernen Animationskinos.

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"10 Cloverfield Lane"

Eine junge Frau hat einen Autounfall, wird ohnmächtig und wacht in einem Bunkerzimmer unter der Erde wieder auf. Besitzer des Prepper-Paradieses voller Lebensmittel, Unterhaltungsmöglichkeiten und moderner Technik ist ein Typ in seinen 50ern, der behauptet, die Erde sei von einer Alien-Invasion befallen worden, weshalb sie den Bunker nie wieder verlassen können. Gestörter oder Lebensretter? Eine Frage, die sich der Film bis zum grandiosen Ende offen hält.

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  • Quelle:
  • Noizz.de