Massentierhaltung everywhere.

Ein Bericht von "Yahoo News" hat nun offen gelegt, wie der bedrohte König der Tiere in Südafrika ausgebeutet, kommerzialisiert und abgeschlachtet wird. Demzufolge muss man als Löwe alles über sich ergehen lassen, was potenziellen Touristen das Geld aus der Tasche zieht. Das kann wirklich alles sein – vom Kuschel-Selfie bis hin zur freien Jagd auf Safaris.

>> Wilderer tötete 5.000 Elefanten "für den Kick"

Das Leben eines solchen Löwen sieht ungefähr so aus: Er wird in einer Farm geboren. Sobald er ein paar Tage alt ist, trennt man ihn von seiner Mutter und steckt ihn in einen Käfig. Ab dann macht er seinen Job ein paar Jahre als süßes Löwenbaby; lässt sich von Touristen streicheln, die Flasche geben, und posiert für Fotos. Wenn er zu alt zum Süß-Sein ist, kommt er in ein Safari-Gebiet und wartet auf die Kugel einer weißen Halbglatze in Kaki-Shorts, die sich gerade auf einer spannenden Tour durch das "echte" Afrika befindet. Leben zu Ende.

Das klingt natürlich richtig schlimm. Ist es auch. Schlimm, ekelhaft, traurig, zurückgeblieben, barbarisch. Auf der anderen Seite ist es auch nichts anderes als Massentierhaltung. Vergleichen mit dem Leben einer deutschen Legehenne, Milchkuh oder einem Mastschwein, geht es den beschriebenen Löwen wahrscheinlich sogar noch deutlich besser – immerhin gibt es Streicheleinheiten und ein bisschen frische Luft.

Für uns ist normal, dass bestimmte Tiere eine bestimmte Rolle haben. Schweine isst man, Hunde sind Haustiere, Papageien und Fische schöne Zierde in Käfigen auf dem Regal, Löwen exotische Prachtexemplare einer fremden Welt. Das ist natürlich menschengemachter Bullshit und hat nichts mit den Tieren zu tun.

Im Endeffekt macht es nämlich überhaupt keinen Unterschied, ob wir Kühe oder Löwen züchten, um sie nachher zu töten. Ob es dabei um ein schmackvolles Essen oder eine abenteuerliche Safari geht, spielt keine Rolle. Traurige Welt.

>> Wilderer in Kenia bekommen jetzt die Todesstrafe

Quelle: Noizz.de