Am 10. August 2019 nahm sich der verurteilte Sexualstraftäter und Milliardär Jeffrey Epstein in seiner Gefängniszelle das Leben – so die offizielle Version. Diverse mysteriöse Umstände seines Tods lassen allerdings einige Fragen offen. Tatsächlich kommen dabei derart unglaubwürdige Zufälle zusammen, dass viele Menschen am Wahrheitsgehalt der offiziellen Version zweifeln und in Betracht ziehen, Epstein könnte in Wahrheit ermordet worden sein, oder sogar noch leben.

Der Selbstmord von Jeffrey Epstein war eine Katastrophe für seine Opfer und den weiteren Prozess. Viele fanden, er habe sich so den Konsequenzen entzogen, für seine Straftaten büßen zu müssen. Auch als Zeuge war Epstein damit "unbrauchbar". Wie der "New York Post" von einer Quelle der zuständigen Strafverfolgung mitgeteilt wurde, wollen die Behörden mit allen Mitteln dafür sorgen, dass die nun festgenommene Ghislaine Maxwell ihren Prozess antritt und sich weder durch Flucht, noch einen Selbstmord aus der Verantwortung zieht. Deshalb erhalte sie im Gefängnis den höchsten Schutz, werde außerhalb ihrer Zelle auf Schritt und Tritt von Wärter*innen begleitet und innerhalb der Zelle stets von Überwachungskameras gefilmt.

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Der Gedanke an den Selbstmord des einflussreichen Milliardärs wirft aber auch andere Fragen auf. Die durch und durch mysteriösen Umstände, die seinen Tod hinter Gittern überhaupt möglich gemacht haben, sind für viele Menschen Grund zu glauben, Epstein habe sich gar nicht wirklich umgebracht, sondern wurde entweder Opfer eines Mordanschlags, oder lebe heute auf freiem Fuß – und habe seinen Tod nur vorgetäuscht.

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Verschwörungstheorie: "Epstein didn't kill himself"

"Epstein hat sich nicht umgebracht" ist zum Leitslogan einer verbreiteten Theorie geworden, der Businessmann habe gar keinen Suizid begangen, sondern sei in Wahrheit ermordet worden, um vor Gericht keine Aussagen über eventuelle Mittäter*innen machen zu können. Diese Annahme beruht auf verschiedenen Gründen.

Erstens hat das Gefängnispersonal, das für Epsteins Überwachung zuständig war, zufällig genau zum Zeitpunkt seines Selbstmords nicht aufgepasst, sondern geschlafen. Zweitens wurden die Überwachungsvideos versehentlich gelöscht und konnten angeblich durch einen technischen Fehler auch nicht wiederhergestellt werden. Drittens wurde vor dem Selbstmord Epsteins Zellennachbar aus der Zelle gebracht, ohne dass ein Ersatz für diesen nachgekommen wär. Eine Einzelzelle war eigentlich nicht vorgesehen und kommt im Gefängnis auch nicht zufällig vor.

Dr. Michael Baden, renommierter Arzt und forensischer Mediziner, hat im Auftrag von Jeffrey Epseins Bruder im Mai 2020 eine Autopsie von Epsteins Leiche durchgeführt und ist zur Schlussfolgerung gekommen, dass es sich eher um eine Tötung durch Strangulieren als einen Selbstmord durch Erhängung gehandelt hat.

Ghislaine Maxwell wurde erst vor wenigen Tagen festgenommen. In ihrer Haft soll ein Selbstmord um alle Fälle verhindert werden.

Diese Umstände zusammen mit der Tatsache, dass Epsteins Freunde zu den einflussreichsten Männern der Welt zählten, und diesen – bisher ohne Beweise – Wissen und sogar Mittäterschaft nachgesagt wird, legt den Schluss nahe, dass es sich tatsächlich um einen Mord am Gefangenen handelte, damit dieser vor Gericht nicht gegen andere Komplizen aussagen kann, was für ihn selbst vermutlich eine Strafminderung bedeutet hätte.

Jeffrey Epstein noch am Leben nach Scheintod?

Für die Theorie, Epstein habe seinen Tod nur vorgetäuscht und lebt in Wahrheit versteckt auf freiem Fuß, sprechen hingegen keine Beweise. Klar ist es denkbar – Epstein selbst hat oft genug bewiesen, dass seine Macht und Reichweite quasi grenzenlos ist. Aber Fotos und Aufnahmen seiner Leiche bezeugen das Gegenteil. Außerdem: Einen Tod in den USA zu faken, der danach von sämtlichen involvierten Institutionen als Wahrheit verkauft wird, wäre wohl auch für jemanden wie Epstein eine Nummer zu groß. Denn wen hätte er da alles schmieren und auf seiner Seite haben müssen? Das Personal im Gefängnis, Notfallsanitäter*innen, das Personal im Krankenhaus, das Personal im Leichenhaus, Forensiker*innen, Ärzt*innen und Patholog*innen der Autopsie – nein, das klingt total aus der Luft gegriffen. Epstein ist tot, ob durch seine eigenen Hände, oder die anderer Personen.

Quelle: Noizz.de