Wie rücksichtslos kann man eigentlich sein?

Sorry Leute, aber an alle Influencer und solche, die es werden wollen: Wer Einfluss hat und haben will, sollte diesen auch irgendwie mit Verantwortung verbinden.

Ein neuer Report des britischen Kreditkarten-Unternehmens Barclaycard hat jetzt offen gelegt, dass einer von 10 Online-Shoppern in Großbritannien nur online Klamotten bestellt, um diese einmal für das eigene Social-Media-Profil zu fotografieren. Für den optisch perfekt inszenierten #hashtagmoment.

Dann sind die Likes, Herzen und Kommentare abgeräumt für das tolle Outfit, bisschen Werbung und Anzeige der Marke auf Social Media wie Instagram, Facebook und Co. dazu. Danach schicken die Shopper die Kleidung einfach wieder zurück!

So soll es von 2.002 Teilnehmern jeder zehnte gemacht haben. Allen voran Online-Käufer zwischen 34 und 44 Jahren, von denen 1 von 5 zugeben, diese Methode schon öfter angewandt zu haben, darunter mehr Männer als Frauen.

Ich bin dankbar, dass die meisten Modeunternehmen und Online-Shops eine kulante Rückgabepolitik haben. Als Konsument bin ich froh, dass ich meine Kleidung anprobieren kann, bevor ich sie kaufe. So können Fehlkäufe vermieden werden.

Das artet aber anscheinend in einem Luxusproblem aus. Blogger und Normalos, die nachts feuchte Bloggerträume von Fame und gratis Marken-Klamotten haben, nutzen diese Richtlinien für PR, Posing und Präsenz auf Instagram und Co.

Damit belastet ihr die Schultern der Post- und Paketboten, die euch eure XXL-Pakete ins Dachgeschoss schleppen. Ihr bestraft die Näherinnen, welche für die Herstellung dieser Kleidung bluten und in bitterer Armut leben.

Ihr nervt die Mitarbeiter der Labels und Online-Shops, die mit dem Chaos, die ihr durch eure Masche verursacht, klar kommen müssen. Und ihr belastet die Umwelt mit unnötigen CO2-Emmissionen!

Vor allem zeigt ihr Anstandslosigkeit, wie dieser nur im reichen Westen möglich ist. Das Gleiche passiert nämlich auf mit Essen, dass Menschen wie ihr aus unmenschlichen Motiven, aus Spaß und für Klicks aus dem Fenster oder in den Müll schmeißt.

Da könnt ihr noch so vielen Modeblogs folgen, Models imitieren und euch durch Street Style Foren klicken – Stil kann man nicht kaufen und stilloser als euer Verhalten geht's gar nicht!

Schätzt die Kleidung die ihr kauft, investiert in Stücke, die ihr wirklich gerne tragt. Das merken auch Follower auf Social Media, wenn ihr euch wohlfühlt und werden eure Haltung bewundern. Falls nicht, sind es die falschen Follower.

Quelle: Noizz.de