Ob Lil Xan einen Cameo-Auftritt haben wird?

Sie sind crunchy, haben eine unnatürlich rote, wahlweise gelbe Farbe, sind scharf und schmecken nach Käse: Cheetos. Der Snack ist in den USA Kult. Während wir Erdnussflips haben, mampfen Rihanna, Katy Perry und Co. Cheetos. Lil Xan hat sogar einmal so viele der scharfen Dinger in sich hinein geschoben, dass er in die Notaufnahme musste. Echt jetzt.

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Die knusprigen Maisflips, besonders die mit Käse-scharf-Geschmack, üben also eine wirkliche Faszination aus. Da erstaunt es umso mehr, wieso jetzt erst jemand auf diese glorreiche Idee gekommen ist: Es wird ein Biopic über den Erfinder des wohl geilsten Snacks im Land der unbegrenzten Möglichkeiten geben.

Und niemand geringeres als "Desperate Housewives"-Star Eva Longoria wird dabei Regie führen, das Drehbuch kommt von Lewis Colick ("October Sky"). Der Film soll "Flamin' Hot" heißen.

Für die, die es nicht wissen: Dabei handelt es sich um den Sohn mexikanischer Einwanderer, Richard Montanez. Seine ganze Geschichte, wie er etwa auf die Idee kam, statt Käsepulver einfach mal ein Chili-Limonen-Pulver auf die Puffs zu streuen, könnt ihr hier lesen. Inzwischen ist Montanez eine Führungskraft bei PepsiCo., der Konzern, zu dem Frito-Lay, der Cheetos-Hersteller, gehört.

Kein Wunder, gehört seine Produkt-Idee zur erfolgreichsten des Konzerns. Und seine Geschichte, ein echter American Dream. Bisher gab es leider noch kein Statement dazu, ob Lil Xans Nahtoderfahrung dank Flamin' Hot Cheetos auch Teil des Biopic werden.

Was aber viel wichtiger ist: Danke, Hollywood!

Endlich mal kein hundertstes Remake, das noch mal verwurschtelt wird, kein Musikbiopic, von dem wir schon alle Songs kennen. Sondern eine neue Idee mit einer Biographie, die viel zu wenige Menschen kennen.

Ich will nicht übertreiben, aber: Der "'Flamin' Hot"-Film gibt mir den Glauben daran zurück, dass es in Hollywood doch noch Menschen mit eigenen Filmideen gibt und wir uns nicht in einer Endlosschleife befinden.

Ich meine: Hey, das Retro-Feeling ist schon geil. Auch ich liebe es, mich in 90er-Klassiker zu suhlen. Ich liebe es, mit Referenzen zu spielen und mich mit Bekannten zu umgeben. Wenn es aber nur noch so etwas gibt, und es als neu verkauft wird, wie etwa bei Disney, finde ich es schnell langweilig.

Hinzu kommt, dass der Film mit Ava Longoria eine Latina als Regisseurin bekommt. Eine echte Seltenheit in der Filmbranche. Denn in den vergangen zwölf Jahren waren von 1.335 Top-Filmproduktionen gerade einmal ein Streifen mit einer Latina-Regisseurin. Der Cheetos-Film sorgt also auch für mehr Diversität in Hollywood. Yeah!

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Die Chancen stehen natürlich gut, dass dieser Film in Deutschland nicht ansatzweise die Beachtung findet, die er in den USA erhält. Aber es könnte genauso gut passieren, dass wir Dank dieses Films die ultra-chemischen Cheetos bei uns im Supermarktregal finden werden.

Pray for it! Darauf erstmal eine Tüte Erdnuss-Flips.

Quelle: Noizz.de