In der Zeit zwischen seinen zwei Alben wurde Harry gewaltig das Herz gebrochen ... and it shows.

Schon während One-Direction-Zeiten hat Harry Styles sich angefangen, zurückzuziehen. Instagram-Storys? Fehlanzeige. Posts? Fehlanzeige. Tweets? Fehlanzeige. Außer halt vielleicht mal für Promo. Interviews? Dieser Mann schafft es, Fragen zu beantworten, ohne sie ... zu beantworten. Er hat seinen Fans stets den kleinen Finger an Einblick in seinem Leben gereicht.

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Auch während seines ersten Albums hat sich das nicht großartig geändert, so betonte er stets, dass seine Lyrics frei zur Interpretation seien und er ihnen keine Bedeutung zuordnen würde (absoluter Bullshit, Harold). Bei seinem zweiten Album "Fine Line", auch liebevoll HS2 genannt, ändert sich das jedoch. Denn es ist eine wilde Fahrt der Gefühlsachterbahn und zeigt deutlich, wo Harry in seinem Leben noch hin will: Nämlich nach ganz oben.

Beschrieben hat Harry sein Album mit den Worten "Sex" und "Sad"

Aufgenommen hat er es mit 'ner Menge Mushrooms intus – Letzteres kommt auf jeden Fall spätestens bei "Treat People With Kindness" deutlich zum Vorschein. Die 12 Songs auf dem Album könnten nicht verschiedener sein. Da ist einmal "Canyon Moon", der mit seinem Western-Sound die Cowboystiefel in meinem Schrank tanzen lässt oder die Ballade "Falling", die nicht nur mir die Tränen in die Augen treibt. Bei "Lights Up", "Watermelon Sugar" und "Golden" wird es wieder etwas rockiger und man will eigentlich nur Sangria-trinkend am Strand sitzen.

Was aber alle Songs gemeinsam haben: In der Zeit zwischen seinen zwei Alben wurde Harry gewaltig das Herz gebrochen ... and it shows. Am deutlichsten wird das wohl in "Cherry". Dort heißt es: "I just miss your accent and your friends". Außerdem fordert er seine Ex dazu auf, ihren neuen Freund nicht "Baby" zu nennen. Woher es klar wird, dass er eine Ex-Freundin meint? Am Ende des Liedes hört man Model Camille Rowe Französisch reden. Es wurde zwar nie offiziell bestätigt, dass die beiden ein Paar waren, aber das ist jetzt nicht mehr nötig.

Schwer zu glauben, dass sich jemand wie Harry Styles einsam fühlt

Das Herzschmerz-Konzept zieht sich auch durch andere Songs. In "To Be So Lonely" geht er erneut auf seine Einsamkeit ein. Am deutlichsten werden seine Gefühle allerdings in der Ballade "Falling", in der er offen über die Ängste nach einem Beziehungs-Aus spricht, die wohl jeder kennt: "And it kills me 'cause I know we've ran out of things we can say. What if I’m someone you won’t talk about?"

Der letzte Track "Fine Line" gibt dem Album seinen Titel und zeigt auch, dass es besser wird: Die letzte Zeile auf seinem Album lautet "We’ll be alright" – eine nette Erinnerung, daran, dass selbst der schlimmste Liebeskummer wirklich irgendwann vergeht.

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"Fine Line" zeigt, dass Harry Styles nicht mehr nur der Eine aus der Boyband ist, sondern sich lyrisch und musikalisch in eine ganz andere Richtung entwickelt, sich Sachen traut und einfach macht, worauf er Bock hat. Dass seine musikalischen Vorbilder Menschen wie David Bowie, Elton John und die Beatles sind, hört man auch deutlich und wenn er so weiter macht, steht er in einigen Jahren sicherlich auf der gleichen Stufe wie sie.

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  • Quelle:
  • Noizz.de