Das Coronavirus ist für viele Menschen eine wirtschaftliche Herausforderung, für manche eine finanzielle Existenzkrise. Sexpuppen-Hersteller "Real Doll" versucht sich mit einer neuen Verkaufsstrategie zu helfen – und hebt das "anti-bakterielle" Material ihrer Puppen hervor. Aber ist Corona nicht ein Virus?

Firma "Abyss" stellt Puppen her – Sex-Puppen. Oder wie sie selbst sagen: "Liebes-Puppen". Im Kontrast zu den aufblasbaren Billo-Teilen, die wir alle von Karneval oder einer pubertären Teenie-Party mit 15 kennen, bietet Abyss "echte" Puppen an. Ihre mit Silikon überzogenen Dolls sind nämlich Roboter, die mit den Augen klimpern, die ihre Lippen bewegen und mit dir Sprechen können. Alles in allem also extrem menschenähnliche Spielzeuge für intime Stunden, deren Design sich nicht hinter Madame Taussauds verstecken muss.

Aber Corona-Zeiten sind harte Zeiten, auch für die modernsten Sex-Roboter der Welt. Wie "TheSun" berichtet, eine besonders harte für die Sex-Spielzeug-Industrie. Deshalb versucht Abyss via Instagram gerade, die besonders Corona-tauglichen Seiten ihrer Produkte hervorzuheben. "Unsere Puppen sind natürlich antibakteriell", schreiben sie in einem ihrer letzten Posts und wollen damit Ängsten einer möglichen Infizierung vorbeugen. Viren und Bakterien sind leider zwei komplett unterschiedliche Paar Schuhe. Das wissen wir spätestens seit anti-viralen und anti-bakteriellen Desinfektionsmitteln im Corona-Alltag. Aber damit nicht alles.

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Sex-Puppen: Virenträger oder gefahrlos?

Auf weiteren Posts werben sie damit, dass ihre Puppen garantiert keine Corona-Infizierung bewirken würden. Was fehlt: der Beweis. Das ist kritisch. Klar, die Corona-Krise ist eine wirtschaftliche Katastrophe und könnte gerade für kleinere Unternehmen wie Abyss den Untergang bedeuten. Dass gerade Sexpuppen ein Überträger sein sollten, ist natürlich quatsch. Aber solange es keine Beweise gibt, dass gerade Sexpuppen kein Überträger sind, sind das falsche Informationen, die im schlimmsten Fall natürlich zu einer Infektion führen könnten. Erst richtig informieren, dann Werbung machen. Danke.

Auf "Realdoll.com" könnte ihr euch mit einer Partnerin nach Wahl ausstatten. Oder wahlweise auch mit einem täuschend echt aussehenden Silikon-Penis. Oder einfach einen Einblick erhalten, wie täuschend echte Gummipuppen-Roboter im Jahr 2020 aussehen.

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Quelle: Noizz.de