30.000 Meilen hat er hinter sich gebracht – das meiste mit dem Flugzeug.

Simon Wilson ist ein britischer Reiseblogger, der vor allem für seine YouTube-Videos bekannt ist, in denen er versucht, ohne Geld in verschiedenen Städten dieser Erde klarzukommen. Doch diese Challenges waren ihm im September 2019 anscheinend nicht mehr spannend genug, denn stattdessen plante er innerhalb von einer Woche einen Trip, den es so noch nie gab: Simon bereiste alle sieben Weltwunder – in nur 7 Tagen.

Am ersten Tag machte sich der Waliser auf nach Rom, wo er das Kolosseum besuchte, noch am selben Abend flog er dann nach Ägypten, um am nächsten Morgen die Pyramiden und die Sphinx zu sehen. Die antike Stadt Petra, in Jordanien, stand als nächstes auf Simons Liste und bildete das Ziel für seinen dritten Reisetag.

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Zwei Flüge und eine vierstündige Taxifahrt später fand sich der Brite dann vor dem Taj Mahal in Indien wieder. An Tag Vier flog er nach Beijing und besuchte die Chinesische Mauer, bevor es am nächsten Tag zu den weit entfernten Maya-Ruinen in Mexiko ging. Seine Weltwunder-Tour beendete er mit einem Trip nach Brasilien, wo er sich die Christusstatue in Rio de Janeiro ansah.

30.000 Meilen legte der Influencer bei diesem einzigartigen Trip zurück und pfefferte dementsprechend wahnsinnig viel CO2 in die Atmosphäre. NOIZZ hat ihn deswegen direkt mal danach gefragt, wie es denn so mit dem Klimaschutz aussieht.

"Ich bin ständig auf der Suche nach Möglichkeiten, der Umwelt zu helfen, wenn ich reise", so der Influencer gegenüber NOIZZ. "Alle, die sich meine Videos ansehen, wissen, der Großteil meiner Reisen erfolgt zu Fuß. Wenn ich mit dem Auto, Flugzeug, Bus usw. reisen möchte, nehme ich normalerweise immer die öffentlichen Verkehrsmittel. Wo ich kann, versuche ich immer, Plastik einzusparen. Unter anderem versuche ich, meinen CO2-Fußabdruck zu reduzieren", führt Simon weiter aus.

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Hm, einmal um die Welt fliegen und dabei den den CO2-Fußabdrucken reduzieren – irgendwie passt das nicht ganz zusammen. Vor allem sind Travelblogger wie Simon doch auch diejenigen, die in den letzten Jahren dafür gesorgt haben, dass Reisen zum Statussymbol der Generation Millennnial geworden ist und nun immer mehr Menschen immer mehr sehen wollen – am besten mit einem Billigflug für 3,99 Pfund (etwa 4,50 Euro), wie ihn Simon vor ein paar Wochen stolz auf Instagram teilte.

Klar ist es geil, die Sieben Neuen Weltwunder zu sehen und sich daran zu erinnern, was die Menschheit bereits alles Großes geleistet hat, doch was die Menschheit gerade leisten muss, ist vielleicht eher ein bisschen Bescheidenheit. Denn in Zeiten einer regelrechten Klimakrise in sieben Tagen um die Welt zu fliegen und sich auf die Nachhaltigkeit von Plastikeinsparung und Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu berufen, ist so ganz und gar nicht der Weg, den wir gerade auf Social Media promoten sollten.

Quelle: Noizz.de