Und kann ich dann neue Filter bestimmen?

Ähnlich heftig wie Snapchat in unserer Generation eingeschlagen hat, fiel der Börsengang der US-Firma aus. „Snap” – so heißt die Firma hinter Snapchat – verzeichnete einen der höchstbewerteten Börsengänge überhaupt. Der Wert einer Aktie verdoppelte sich beinahe binnen weniger Stunden. Jede Aktie startete mit 17 Dollar an der Börse und steht nun bei etwa 25 Dollar.

Klingt ja ganz geil. Und irgendwie fragen wir uns jetzt alle, wie wir Snapchat-Aktionäre werden können. Und ob wir dann auch mitentscheiden können, welche neuen Filter es geben wird. NOIZZ hat die Antworten.

Zuerst einmal: Kann ich in Deutschland überhaupt Snapchat-Aktien kaufen? Die werden ja schließlich an der New Yorker Wall Street gehandelt.

Wenn du älter als 18 bist (oder deine Eltern dein jung-BWLertum unterstützen): ja. Im Ausland Aktien zu kaufen, ist kein Problem.

Cool, klingt ja ganz einfach. Nur was genau muss ich tun? Zur Sparkasse gehen und sagen „Einmal eine Snapchat-Aktie, bitte”?

Fast. Zur Bank solltest du in der Tat gehen. Denn um Aktien zu kaufen, brauchst du ein spezielles Konto. Das nennt sich Wertpapier-Depot, und du kriegst es bei deiner Sparkasse aber bei auch jeder anderen Bank und online. Nur: Rechne damit, dass du dafür erst mal Kohle auf den Tisch legen musst. Denn so was kostet meistens eine gewisse Gebühr. Je nachdem, wo du hingehst, mehr oder weniger.

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Ich hab aber immer noch keine einzige Aktie!

Ruhig Blut. Denk kurz noch mal drüber nach, wie viel Kohle du ausgeben willst, oder ob du einfach nur eine Aktie besitzen möchtest, um vor deinen Freuden anzugeben. Derzeit kostet eine Aktie etwa 25 Euro.

Und: Eigentlich ist es richtig dämlich, nur in ein Unternehmen anzulegen. Das Risiko ist zu groß, dass das ganze floppt und die Kohle futsch ist. Kaufgebühren kommen auch noch dazu.

Dennoch überzeugt? Dann kannst du dir jetzt unter der Registernummer A2DLMS deine Snapchat-Aktie kaufen.

Werde ich mit meiner Snapchat-Aktie reich?

Eher nicht. Dein Taschengeld, Berufseinsteigergehalt oder Azubi-Einkommen reicht dazu eher nicht aus. Aktien handeln lohnt sich nämlich erst so richtig, wenn man sowieso schon gut Knete hat. Denn oft sind die Gewinne pro Aktie so gering, dass du vielleicht mit ein paar Cents Gewinn rauskommen würdest.

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Ist das ganze eigentlich riskant?

Guter Punkt. Im schlimmsten Fall ist all dein Geld futsch. Selbst für erfahrene Analysten ist es nicht wirklich einfach vorherzusagen, wie sich der Kurs eines Unternehmens entwickelt. Börsenhandel ist immer auch ein wenig Glücksspiel. Und gerade bei Snapchat ist es alles andere als klar, wie es weitergeht. Das Unternehmen macht nämlich ziemlich krasse Verluste. Letztes Jahr machte es 'ne schlappe halbe Milliarde Dollar Miese.

Darf ich als Aktionär mitbestimmen, wie es bei Snapchat weitergeht. Beispielsweise, welche Filter als nächstes eingeführt werden? Schließlich gehört mir doch das Unternehmen anteilig!

Nope. Snapchat räumt seinen Aktionären leider keine Stimmrechte ein. Die einzige Option, um König von Snapchat zu werden, heißt: alle Snapchat-Aktien kaufen. Dann gehört das Unternehmen nämlich dir! Falls du gerade 34 Milliarden Dollar locker hast ...

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  • Quelle:
  • Noizz.de