„Mansplaining“ ist den meisten ein Begriff. Doch was ist mit „Mantertaining“?

Während das Erste beschreibt, wie Männer versuchen Frauen Dinge zu erklären, von denen ihr Gegenüber meistens mehr Ahnung hat und das nur aus dem einfachen Grund, dass sie Männer sind, hat das Mantertaining eine andere Bedeutung.

Dieser Begriff beschreibt den Gedanken der Männer, sie seien viel witziger als Frauen – ja eher sogar die witzigsten Personen am Tisch oder auf einer Party.

Diese Unart, die wir Männer scheinbar in großer Anzahl haben, bemerkte ich zum ersten Mal, als ich in einer rein weiblichen Runde in einer Bar saß. Ich versuchte eine witzige Sache nach der nächsten zu erzählen. Das Problem: keiner lachte oder fand mich nur ansatzweise witzig.

Es ist ganz einfach: Wir Männer sitzen meistens in sehr testosterongeladenen Runden und lachen über jeden Scheiß. Ob wir wirklich witzig sind, ist dabei egal. Setzen sich Frauen zu uns, dann wollen wir natürlich durch Humor überzeugen.

Dabei merken wir nicht, dass die Mädels meistens nur aus Mitleid ein kleines Lachen ausstoßen. Wir denken trotzdem, dass wir witzig sind, weil unsere „Buddys“ schallend mitlachen.

So richtig wurde mir erst bewusst, dass ich auch ein „Mantertainer“ bin, als ich einen Beitrag dazu im „ZEIT Magazin“ las – „verdammt“ dachte ich mir, „du bist ja echt unangenehm unlustig meistens.“

Abgesehen von dem ständigen, schallenden „Unterstützungs-Lachen“ unserer Kumpel, gibt es, laut des „ZEIT Magazins“, auch faktische Gründe.

Wir unterliegen einem Unterstützungssystem, ähnlich wie es Alkoholikern ein gängiger Begriff ist. Ständig lesen wir in Zeitschriften und Umfragen, dass Frauen Humor besonders wichtig ist bei der Partnerwahl. Wichtiger als Gehalt oder sogar das Aussehen.

Jedoch sollten wir, liebe Männer, mal darauf achten, ob wir wirklich witzig sind. Oder ob nicht vielleicht das, was ein Mädchen in der Runde gerade erzählen will, nicht doch lustiger ist. Man wird uns schon nicht ausgrenzen.

Quelle: Noizz.de