Kunterbunte Kritzelbilder und ganz viel Liebe – bei Tobi gibt's nur Good Vibes!

Jede Woche wollen wir euch in unserem neuen Format „Tattoo Talk“ inspirierende Tattoo-Artists vorstellen, denen wir begeistert auf Instagram folgen – weil sie uns mit ihrer Message, ihrem Stil oder ihrer Persönlichkeit umhauen!

Heute mit Tobi, der als @tobiderdude1985 zuckersüße, regenbogenfarbene Tattoos mit tollen Botschaften sticht. Der 32-Jährige arbeitet in seinem eigenen Studio „Dude Tattoos“ in Berlin.

NOIZZ: Tobi, wie bist du zum Tätowieren gekommen?

Tobi: Ich habe in Magdeburg gelebt, meine kleine Maus (meine Ehefrau) schon in Berlin. Ich wusste, dass ich zu ihr ziehen wil, aber noch nicht, was ich dort eigentlich machen will. Ein Kumpel, der selbst schon lange als Tätowierer arbeitet, hat mich dann dazu ermutigt, auch mit dem Tätowieren anzufangen – obwohl ich nie ein großer Zeichner war. Nach sechs Monaten habe ich es hingeschmissen, weil ich meinen eigenen Stil nicht gefunden hatte – erst nach eineinhalb Jahren, in verschiedensten Berufen, habe ich es dann nochmal versucht. Ich habe wieder angefangen, ein wenig zu zeichnen und plötzlich kam eins zum anderen. Da ich nur wie ein Kind malen kann, bin ich so auch zu meinem kritzeligen Stil gekommen.

Das Tollste am Tätowieren ist …

Tobi: Das Tätowieren hat für mich viele schöne Aspekte. Etwa, dass ich Menschen damit glücklich mache und etwas für’s Leben schaffe. Dass ich mein eigener Chef bin und ich tollen Kundenkontakt habe. Und ich kann mit meinen Motiven Liebe in die Welt tragen.

Ich habe angefangen zu tätowieren, weil…

Tobi: … mich ein guter Freund dazu ermutigt hat.

Was sind die schönsten Tattoo-Requests?

Tobi: Ich steche am liebsten Tattoos mit besonderer Aussage, so etwas wie „Love 4 All“, „No Hate“ oder „Mehr Liebe für die Welt“. Außerdem finde ich es immer besonders toll, wenn Eltern Zeichnungen ihrer Kinder mitbringen, die ich ihnen tätowieren darf.

Was sagen deine Eltern zu deinem Job?

Tobi: Meine Eltern akzeptieren meinen Beruf völlig.

Das würde ich niemals stechen:

Tobi: Symbole oder Aussagen mit rassistischem oder satanistischen Inhalten.

Wenn ich heute kein Tattoo-Künstler wäre, würde ich…

Tobi: … wahrscheinlich nicht so viel Freude an meinem Beruf haben!

Das habe ich fürs Tätowieren riskiert:

Tobi: Da ich vor meiner Karriere als Tätowierer keinen Job hatte, der mich wirklich erfüllt hat, habe ich auch nichts riskiert, was mir wichtig gewesen wäre. Aber gerade deshalb bin ich von ganzem Herzen dankbar, dass der Wechsel zum Tätowieren so gut geklappt hat und meine Motive viel Anklang finden. Für ihre Unterstützung möchte ich meinen Kunden und Kundinnen ein großes Dankeschön aussprechen.

Was nervt dich an der Community am meisten?

Tobi: … Die Ellenbogengesellschaft. Manchmal habe ich das Gefühl, dass sich untereinander nur wenig gegönnt wird und Tätowierer oft nicht gut übereinander reden. Ich wünsche mir mehr Respekt – sowohl füreinander, als auch gegenüber der einzelnen, individuellen Stile. Mir muss nicht alles gefallen und ich muss auch nicht jeden mögen. Aber ich denke, man kann sich doch trotzdem akzeptieren, auch wenn man sich nicht versteht.

Was war dein erstes Tattoo?

Tobi: Drei Sterne, die gibt es aber leider nicht mehr. Mein ganzer Unterarm bestand aus Sternen, Flammen, einer Billiardkugel – das war auch alles nicht schlecht, aber wirklich zu mir gepasst hat es nicht, deswegen ist daraus ein schwarzer Kritzelkratze-Sleeve geworden.

Und wie sah das erste Tattoo aus, das du gestochen hast?

Tobi: Ich kann nicht versprechen, dass es mein erstes war, aber eines meiner ersten Tattoos! Das hat meine Frau. :)

Wo findest du Inspiration?

Tobi: Mich inspirieren meine Kunden, Filme und Bilder. Und ab und an werde ich auch einfach inspiriert, wenn ich ein Bierchen trinke.

Was ist das Härteste an deinem Job?

Tobi: Für mich ist es immer hart, wenn jemand ohne vorher abzusagen nicht zu seinem Termin erscheint ... Aber das kommt zum Glück nur sehr, sehr selten vor – denn ich habe wirklich supertolle und liebe Kunden.

Welchen Rat würdest du Leuten geben, die sich das erste Mal tätowieren lassen?

Tobi: Lasst euch etwas Fröhliches stechen, das eine lebensbejahende Aussage hat!

Was steht noch auf deiner Bucket-List?

Tobi: Hoffentlich mein ganzes Leben lang weiter zu tätowieren. Und die ganze Welt gesehen zu haben.

Diesen Kollegen gebe ich Props:

Tobi: @marcoschmidgunst und @berndmuss, denn durch ihn habe ich wieder angefangen zu tätowieren.

Hier könnt ihr Tobis süße Tattoos nochmal auschecken:

Quelle: Noizz.de