15 Weihnachtsbaum-Fakten, mit denen klugscheißern kannst

Katharina Kunath

Tattoos, Mode & Kultur
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Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum, wie viel Ungeziefer krabbelt an dir entlang? Foto: Jasmin Schuler / unsplash.com

Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum, wie viel Ungeziefer krabbelt an dir entlang?

1. Gut 27 Millionen Weihnachtsbäume stehen pro Jahr in deutschen Wohnzimmern

Ein ganz schönes Sümmchen. Leben mehr als drei Leute in einem Haushalt, liegt die Chance eines eigenen Weihnachtsbaumes bei ganzen 90% – also Leute, wenn ihr euer Single-Dasein nicht baumlos leben wollt, WG suchen oder schnell 'ne Familie gründen. (Quelle BVWE)

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2. Die Nordmanntanne kommt nicht aus dem hohen Norden – sondern aus Georgien

Die beliebteste Tannensorte der Deutschen wurde 1836 in Georgien entdeckt – von einem Mann namens Alexander von Nordmann. Der kam aus Finnland, was den Namen dann schon wieder lustig macht.

3. Im Kaukasus werden die Tannensamen in bis zu 60 Meter Höhe mit der Hand gepflügt

Und zwar oft von ungesicherten Ernte-Arbeitern, die dabei ihr Leben riskieren. Für ein Kilo Zapfen gibt's rund 50 Cent. Die Tannensamen werden im Anschluss nach Deutschland exportiert, sodass hier große Weihnachtsbaumkulturen gezüchtet werden können. Verrückte Welt.

4. Kleinere Bäume zwischen 1,50 und 1,75 Meter sind immer gefragter

Nix da, Zwei-Meter-Tanne: Im Jahr 2018 feiert man Weihnachten lieber unkompliziert – mit handlicheren Bäumchen.

5. Der Weihnachtsbaum liegt seit über 500 Jahren im Trend

Immergrüne Pflanzen waren schon in der Antike beliebte Symbole für Gesundheit und Lebenskraft. Die Römer schmückten ihre Würdenträger beispielsweise mit immergrünen Lorbeerkränzen, Germanen nutzen Tannenzweige, um böse Geister aus ihren Häusern fernzuhalten. Laut Überlieferungen stand der erste geschmückte Weihnachtsbaum 1510 auf einem öffentlichen Platz in Riga, um 1521 sollen die Bäume in die Häuser vornehmer Bürger des elsässischen Schlettstadt eingezogen sein.

6. Rund 15.000 Brände durch Adventskränze und Weihnachtsbäume verzeichnen Versicherungen pro Jahr

Der Grund: Das Hartz und die in Fichtennadeln enthaltenen ätherischen Öle wirken wie Brandbeschleuniger – und sorgen gerade am Ende der Feiertage, wenn die Nadeln immer mehr austrocknen, für fast explosionsartige Brände.

7. Neun von zehn Weihnachtsbäumen hierzulande sind „Made in Deutschland“

Die größten Anbauflächen liegen im Sauerland und in Schleswig-Holstein. Und wo kommt der Baum her, der nicht aus Deutschland kommt? Der ist mit ziemlicher Sicherheit aus Dänemark. Denn das milde Küstenklima macht das kleine Land zum Weihnachtsbaum-Exporteur Nummer 1!

8. Bis ins 20. Jahrhundert hinein wurden Weihnachtsbäume oft an der Zimmerdecke aufgehängt – aus Platzgründen.

... könnte bei der aktuellen Wohnraumknappheit in deutschen Großstädten bald wieder eingeführt werden.

9. Finanzamtstruggle gibt es auch unter Bäumen

Ihr denkt, menschliche Steuerklassen wären undurchschaubar? Fünf verschiedene Steuersätze gibt es für deutsche Weihnachtsbäume – je nach Produktionsart, Vermarktung und Dekoration.

10. Zehn Jahre braucht eine Nordmanntanne, um zwei Meter hoch zu werden – und tut dabei richtig gut!

Ein Hektar Weihnachtsbaukultur bindet in zehn Jahren nämlich gut 145 Tonnen Kohlendioxid und 300 Tonnen Staubpartikel. Außerdem produziert die X-Mas-Tanne gut 100 Tonnen Sauerstoff. Eigentlich.

11. Trotzdem werden Weihnachtsbaum-Monokulturen gerne als „ökologische Katastrophe" bezeichnet

Warum? Die Bäume sind schwer mit giftigen Pestiziden belastet und überdüngt. Der toxische Cocktail landet erst in Böden und im Grundwasser, im Anschluss im eigenen Wohnzimmer. Lecker! Die Lösung: Entweder völlig auf den Weihnachtsbaum verzichten, oder auf Bio-Bäume (kein Witz) umsteigen. Die stammen aus ökologischen Weihnachtsbaumkulturen, schaden nicht und können nach den Festtagen sogar an Pferde und Elefanten verfüttert werden: Der Ausflug zum nächsten Zoo / Bauernhof steht also.

12. Wenn dir die Natur am Herzen liegt, solltest du auf einen Plastikbaum verzichten.

Anders als (Bio)-Naturbäumchen schaden die seelenlosen Plastikteile der Umwelt nämlich wirklich sehr. Denn die kommen meistens aus Billig-Fabriken in China. So wird nicht nur während der Herstellung für viel CO2-Emmissionen gesorgt, sondern auch während der langen Überfahrt nach Deutschland. Und dass unser Pro-Kopf-Plastikkonsum schon so viel zu hoch ist, weiß mittlerweile ja eigentlich auch jedes Kind.

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13. Ein Weihnachtsbaum hat mehr Nadeln, als Menschen Kopfhaare

Der Staubsauger sagt danke: Knapp 200.000 Nadeln wachsen an einer Tanne. Im Vergleich: Uns Menschen wachsen im Durchschnitt 90.000 bis 150.000 Haare auf dem Kopf. Die Nadelanzahl ist natürlich relativ zu sehen, kommt schließlich immer auf die Größe und Beschaffenheit des einzelnen Baumes an!

14. Forscher versuchen, Weihnachtsbäume zu klonen

Designer-Babys gibt's bisher nur in China, Designer-Bäumchen eventuell bald hierzulande: Denn der perfekte Superbaum könnte in Zukunft vielleicht tasächlich unendlich oft „kopiert“ werden – mithilfe eingefrorener Baum-Embryos.

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15. 25.000 neue Haustiere in deinem Wohnzimmer

Klingt gruselig, ist aber wirklich wahr: Dein Weihnachtsbaum zieht nämlich nicht ohne allerlei Krabbeltier ein, das das grüne Geäst sein zuhause nennt: Milben, Rinderläuse, Spinnen, Motten, Zecken ... sollen wir weitermachen? Studien der Universität Bergen in Norwegen gehen von bis zu 25.000 Insekten pro Baum aus. Das einzig Gute an dem Ungeziefer: Die meisten Tiere leben nicht auf dem Baum, sondern in ihm – und sterben ziemlich schnell. In diesem Sinne: Frohe Weihnachten!

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Quelle: Noizz.de