Vor allem dann, wenn sie Mitleid für den Typen empfinden!

Sind wir doch mal ehrlich: One-Night-Stands können ein echter Selbstbewusstseins-Booster sein.  Wenn man sich mit dem Typen von Tinder auf einen harmlosen Kaffee trifft und später doch mit ihm in der Kiste landet, weil man sich für den Moment eben gut verstanden hat – dann kann es sein, dass man am nächsten Tag aufwacht und sich wie neugeboren fühlen. Auf einmal spaziert man mit einem breiten Grinsen durch die Straßen und denkt sich: „Ja, ich hatte Sex und das war verdammt nice!“

Es gibt aber auch Abenteuer die weniger gut verlaufen. Zum Beispiel wenn sich herausstellt, dass der Typ mit dem süßen Lächeln aus dem Club einfach nur ein liebloser Rammler ist und seine Küsse eher an ein sabberndes Kleinkind, als an einen sexy Aufreißer erinnern.

In einer Studie, die in der Zeitschrift „Personality and Individual Differences“ veröffentlicht wurde, haben Forscher nun darüber diskutiert, warum Frauen One-Night-Stands häufiger bereuen als Männer. Es kam heraus: Frauen genießen One-Night-Stands vor allem dann, wenn der Partner gut im Bett ist und sie zuerst auf ihn zugegangen sind. Klingelt es, Boys?

Schließlich gibt es bei jedem Sexdate diesen Moment, in dem man entscheiden muss, ob sich das, was gerade geschieht, gut anfühlt oder doch eher schlecht. Es ist der Moment, in dem aus einem heißen Abenteuer eine Begegnung entstehen kann, an die man sich am liebsten nie mehr erinnern möchte. Und dieser Moment muss nicht unbedingt vor dem Sex stattfinden. Vor ein paar Wochen geisterte mit „Cat Person“ eine fiktionale Geschichte aus dem „New Yorker“ durchs Internet, die sich genau damit beschäftigte: Schlechter Sex nach dem man sich einfach nur noch für sich selbst schämt, weil man seinem Körper und seinem Geist ab 20 wirklich keine lieblosen Rammler mehr antun muss (NOIZZ berichtete).

Die Studie bestätigt jetzt, dass Frauen eine sexuelle Begegnung vor allem dann bereuen, wenn sie negative Emotionen empfinden. Wenn sie sich beim Sex plötzlich Sorgen machen, ob das wirklich eine gute Idee war oder wenn sie sich von ihrem Sexpartner angewidert oder unter Druck gesetzt fühlen, zum Beispiel, weil dieser alle zwei Sekunden fragt, ob er gut sei, obwohl er einfach nur drauf los rammelt.  Mitleid sei beispielsweise ein Grund, der bei den Frauen im Nachhinein dafür sorgen würde, dass sie den Sex bereuen.

Für die Studie befragten die Wissenschaftler der Norwegischen Universität für Wissenschaft und Technologie (NTNU) und der University of Texas 547 norwegische und 216 amerikanische heterosexuelle Universitätsstudenten unter 30 Jahren über ihre Erfahrungen mit One-Night-Stands.

In dem Artikel beschreiben die Wissenschaftler auch, worin sich Männer und Frauen besonders unterscheiden, wenn es um One-Night-Stands geht. Geht eine Frau selbst auf Beutefang und ergreift die Initiative für das Abenteuer, fühlt sie sich danach meistens gut. Männern ist es hingegen egal, ob sie aufreißen oder aufgerissen werden –  sie fühlen sich nach einem One-Night-Stand (auch wenn es nicht gut gelaufen ist) selten wirklich schlecht.

Frauen die selbst nach One-Night-Stands suchen, haben zwei Qualitäten

Geht eine Frau auf Streifzug und wählt sich aktiv einen möglichen Sexpartner aus, betrachtet sie ihn in als „attraktiven Sexualpartner“, während es beim "aufgerissen werden" auch mal sein kann, dass sie mit ihm einfach in der Kiste landete, weil sie zu faul zum Bahnfahren war.

Frauen die aktiv nach One-Night-Stands suchen besitzen „mindestens zwei unterschiedliche Qualitäten", sagte Professor David Buss von der University of Texas. "Erstens haben sie wahrscheinlich eine gesunde Sexualpsychologie und fühlen sich maximal wohl mit ihrer eigenen Sexualität. Zweitens haben Frauen, die selbst auf die Suche nach einem Sexdate gehen, eine maximale Auswahl an Männern, mit denen sie Sex haben könnten, also können sie sich aussuchen, wen sie nehmen. Folglich haben sie weniger Gründe, den Sex zu bereuen, weil sie ihre eigene Wahl getroffen haben. "

Quelle: Noizz.de