Von diesen 6 Promis wünschen wir uns ein eigenes Magazin

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Zeitschriften aus dem Magazin-Himmel Foto: Alena Struzh / Fotomontage / dpa

Nach Barbara, JWD und Hirschhausen kommt jetzt auch ein Guido Maria Kretschmer Magazin!

Die Zeitschriften unserer späten Jugend wie NEON und Intro werden eingestampft, dafür sprießen gerade personalisierte Promi-Zeitschriften wie Unkraut aus dem Boden. Den Anfang machte Barbara Schöneberger mit der gleichnamigen „Barbara“. Vor kurzem zog TV-Clown Joko Winterscheidt mit der JWD nach [NOIZZ berichtete] und jetzt eben auch noch Modedesigner und Shopping-Queen-Papi Guido Maria Kretschmer. Wie das Magazin heißen soll und wann es heraus kommt, wissen wir noch nicht.

Weil wir irgenwie ganz begeistert sind, haben wir uns schon mal an einen Buisinessplan für weitere Promi-Print-Produkte gesetzt.

Hier die 6 meist gewünschten Namensgeber für eine neue Zeitschrift

Klum & Kaulitz (KK) – ein Magazin für Paare mit großem Altersunterschied

Dass Tom Kaulitz und Heidi Klum ein Paar sind, sorgt seit Wochen für große Aufmerksamkeit in der Klatschpresse. Überall wird die Frage diskutiert, ob es okay ist, dass zwischen der 44-Jährigen und dem 28-Jährigen ganze 16 Jahre liegen. Scheint also ein Thema zu sein – warum sollten sich die beiden K’s also nicht auch den Namen eines Magazins teilen: Das sollte man am besten von vorne und hinten lesen können.

Klum & Kaulitz Foto: Fotomontage / Instagram @heidiklum

Aus Toms Perspektive werden alle Fragen beantwortet, die sich jüngere Partner eben so stellen müssen: Wie befriedige ich meine ältere Frau? Wie gehe ich mit ihren Kindern um? Woher kommen meine Mutterkomplexe? Aus Heidis Perspektive gibt’s dann Fragen wie: Wie vermeide ich Falten? Wie halte ich einen Toyboy? Wie erkläre ich meinen Kindern, dass da schon wieder ein neuer Mann an meiner Seite ist? Im Prinzip alles Themen, die ein klassisches Lifestyle-Blatt ausmachen. Ich melde mich freiwillig als Chefredakteurin – ich hätte da nämlich noch ein paar Fragen an die beiden.

Sibylle

Die „Sibylle“ gab es schon mal in der DDR und war als „Zeitschrift für Mode und Kultur“ ein großer Erfolg, sozusagen die Ost-Vogue. Nach der Wende ging das Magazin jedoch ein. Doch schon ganz bald wird es ein Revival der Zeitschrift geben, mit einer Namens- und Ortsvetterin als Göttin des Magazins: Sibylle Berg, Schriftstellerin und Dramatikerin, selbst im Osten geboren. Die neue „Sibylle“ wird natürlich auch etwas für Mode und insbesondere Kultur übrig haben, aber darauf kann man doch die Welt nicht reduzieren. Es wird ums Weltgeschehen gehen, um Politik und Digitalisierung, ein wenig auch um Banalitäten wie Sport. Aber alles mit dem Berg’schen Augenzwinkern.

Prototyp einer "Sibylle" Foto: Fotomontage / dpa

Erscheinen wird die „Sibylle“ nicht regelmäßig, die neue Ausgabe wird einfach eines Tages am Zeitungsstand auftauchen. So würde man die treuen Leser dazu zwingen, sich täglich zum Kiosk zu bewegen - denn jeder und jede wird die „Sibylle“ haben wollen. Weil es Spaß machen wird, sie zu lesen. Und sie einfach anzugucken.

Frau Berg wird 90 Prozent der Texte selbst schreiben, die restlichen Autoren auswählen, die Art-Direktion nebenbei noch machen und all das, was sonst noch zum Magazinmachen gehört – Frau Berg ist schließlich perfekt und kann alles, also wird die „Sibylle“ auch perfekt sein. Jedes Cover wird ein Porträt von Sibylle Berg sein, jedes mal gestaltet von einem anderen Künstler.

Janni

Jan Böhmermann expandiert sein Universum – die eigene Fernsehsendung, Podcast, Staatskrise, Bürgerbewegung, Twitter-Herrschaft reichen nämlich bei weitem nicht. Ein Magazin ist natürlich das i-Pünktchen des Entertainer-Erfolgs.

Die „Janni“ wird ein anarchisches Witzemagazin, denn mit dem Begriff Satire hat man es heute nicht unbedingt leicht. Zwar wird alles mit ganz viel Humor und Zynismus verpackt sein, jedoch wird der Leser trotzdem sehr gut über politische Zustände und gesellschaftliche Debatten informiert sein. Prominente Autoren wird es zuhauf geben, sowohl im Witze- als auch im ernsten Bereich. Zudem gibt es die „Spielplatz für Erwachsene“-Seiten, wo allerlei Späße in Wort, Bild und Internet-Links zu finden sein werden.

Janni Foto: Fotomontage / Instagram

Auf Transparenz wird natürlich sehr geachtet und so wird die „Janni“ ganz schnell zum Konkurrenten von „Spiegel“ und „Titanic“ gleichzeitig. Weil die Redaktion auch Internet kann und den Lesern ein wenig die Vorfreude auf die nächste Ausgabe versüßen möchte, werden immer wieder Ausschnitte eines Textes kreuz und quer durchs Netz verstreut – wer alle Bruchstücke findet, kann den Artikel vor allen anderen lesen. Auf dem Cover wird immer ein unterschiedlicher Böhmermann-Gesichtsausdruck prangen. Und zwar etwa so:

Schweiger & Schweighöfer

Dass es von Til Schweiger und Matthias Schweighöfer noch kein Magazin gibt, erstaunt uns wirklich! Schließlich gibt es vor den beiden kein Entrinnen, weder in der deutschen Kinolandschaft in der gefühlt jährlich eine „Komödie“ von und mit mindestens einem der beiden erscheint, noch auf Amazon, wo Matthias Schweighöfer als Titelheld in „You are wanted“ neuerdings über unsere Bildschirme sprintet. Eine Schweiger/Schweighöfer-Übersättigung scheint bei den Produzenten und dem deutschen Publikum seltsamerweise nicht einzutreten – Zeit also für ein Magazin.

Schweig gehabt! Foto: dpa / Fotomontage

Im monatlich erscheinenden „Schweig gehabt“ geht es um alles, was den männlichen Durchschnittsdeutschen in den 30ern interessiert: Wie man seinen Oberkörper im Schweiger-Style trainiert, sein Haar in Schweighöfer-Manier lockt, wie man in Lederjacken möglichst rebellisch aussieht und wie man noch dazu mit vollkommen vorhersehbaren Witzen Millionen macht. Ein Magazin, so durchschnittlich und überflüssig wie eine weitere Romantik-Komödie. Aber es wird kommen. Es ist nur eine Frage der Zeit.

Bibi&Caro – das Influencermagazin

Irgendwann in naher Zukunft werden den großen Influencern das Internet und die Modelaufstege nicht mehr genug sein. Sie werden nach einer Challenge suchen – und sie schließlich im Printbereich finden. Denn dieser Markt ist härter umkämpft als die Schminkplatzierung im Drogeriemarkt. Deshalb werden sich Bianca „Bibi“ Heinicke und Caro Daur zusammentun müssen und ihre eigene Zeitschrift gründen.

Die „Bibi&Caro“ wird ähnliche funktionieren wie die Vogue: AnzeigenAnzeigenAnzeigen. Und ein bisschen Inhalt. Diese Texte werden vooooooll ehrlich sein und einfach allen eine Freude machen. Das Magazin wird nicht nach Druckpapier riechen, sondern jeden Monat anders, je nachdem welche Parfummarke sich bereit erklärt, mehrere Tonnen Duft zum Ansprühen zu sponsern. Aber wieso auf Beauty und Mode beschränken, wenn Bibi und Caro noch so viel mehr könen? Stylishe Familienplanung etwa, authentisch sein, bisschen Schönheits-BWL muss auch rein – etwa Steuererklärung machen UND sich dabei schminken. Und, ganz wichtig: Es gibt IMMER ein Extra, wie damals bei der Bravo Girl. Nur wird dieses Extra viel geiler angepriesen.

"Bibi&Caro" mit Extra!!! Foto: Fotomontage / dpa

Natürlich brauchen wir Medienmacher dieses Magazin. Es wird schließlich den Printmarkt retten. Nur Bibi und Caro werden es gemeinsam schaffen, junge Zielgruppen an sich zu binden. Irgendwann gibt es dann den Influencer-Verlag, der alle anderen Medienhäuser schlucken wird. Was soll’s, mehr Schönheit für alle.

Wahre Worte - das gemeinsame Magazin von Lukas Podolski und Julia Engelmann

Manch ein Magazin ist ja vollgestopft mit Worten. Spiegel und Co. Sind ja fast schon Bücher. „Wahre Worte“ wird jedoch komplett reduziert sein. Auf das Wichtigste. Auf Lebensweisheiten wie „Lass uns Feste wie Konfetti schmeißen, Baby “ oder „Jetzt müssen wir die Köpfe hochkrempeln“. Denn dieses Magazin wird ein kluger Mix aus Kalenderspruch-Poesie, Ratgebertipps und einem 1. FC Köln-Fanzine.

"Wahre Worte" Foto: Fotomontage / dpa

Das wichtigste ist aber auf jeden Fall das Layout. Das wird nämlich so außergewöhnlich sein, dass die Augen nicht anders können, als darauf hängen zu bleiben. Schnörkelschrift und Pastell-Illustrationen gepaart mit knalligen Rot-Weiß-Schwarz-Farben und Ziegenbock-Stickern ist die harmonische Kombination schlechthin! Geschrieben wird über Gefühle. Zu Menschen, zu Fußball, zum Kölner Karneval. Was braucht man mehr?

„Wahre Worte“ wird sich sehr gut verkaufen. Denn die eine Hälfte der deutschen Bevölkerung mag Lukas Podolski, die andere Julia Engelmann. Ein sehr kluger Schachzug, diese beiden tiefgründigen Persönlichkeiten zusammenzubringen, Baby.

Quelle: Noizz.de

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