Männer sind explizit auch willkommen.

Hach ja, es ist schon etwas verwunderlich: Die Wörter "Schwanz", "Pimmel" und "Penis" nehmen wir ziemlich ungeniert in den Mund. Das jemand aber mal offen über Vaginas, Muschis, Vulvas, Gebärmutter und Schamlippen spricht, kommt hingegen ziemlich selten vor.

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Noch immer gibt es weltweit zahlreichen Mythen über die weiblichen Genitalien – in manchen Regionen der Welt, kosten sie Frauen sogar ihre Rechte und zum Teil auch ihr Leben. Eine Ausstellung in London will nun aufklären. Das, nach eigenen Angaben weltweit erste, Vagina-Museum im hippen Viertel Camden Market richtet sich explizit auch an Männer. Denn die wissen häufig nicht wirklich etwas mit dem weiblichen Geschlechtsteil anzufangen.

Im minimalistischen Look und mit vielen, sehr expliziten Exponaten will Museumsdirektorin Sarah Creed ein Zeichen setzen: "Es ist wichtig, alle gleich über die Thematik aufzuklären."

Hier kannst du sehen, wie das Vagina Museum in London aussieht:

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Egal ob Schwangerschaft, Körperbau, Hygiene oder sexuelle Gesundheit: Mythen hätten weitreichende Konsequenzen in der realen Welt, sagt die Gründerin des Vagina-Museums, Florence Schechter.

Die Schau räumt etwa mit dem Gerücht auf, dass eine Scheidenspülung mit Cola nach dem Sex eine Schwangerschaft verhindern kann. Auch zeige die Schau, dass Vaginas sich selbst reinigen und Schambehaarung hygienisch sei.

Das Museum wurde durch eine Internet-Initiative mit umgerechnet knapp 60.000 Euro finanziert. Es bezeichnet sich als erstes Museum dieser Art in einem Gebäude. Ganz stimmt das aber nicht: In Österreich gibt es seit 2014 ein Online-Museum zum gleichen Thema.

Die Ausstellung in London startet am Samstag, dem 16. November 2019 und geht bis zum 28. Februar 2020, der Eintritt ist frei.

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[Text: Zusammen mit dpa / sw]

Quelle: Noizz.de