Video: Typ zieht Koks von Pablo Escobars Grab

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Pablo Escobar Foto: dpa picture alliance

… und erhält haufenweise Morddrohungen.

Stell dir vor, du befindest dich in Kolumbien. Einem Land, in dem Kokain wohl so günstig und so rein ist wie sonst nirgends auf der Welt. Du liebst Koks. Und: Du hast den größten Respekt vor all den großen Drogenbaronen der Geschichte. Was gäbe es also Besseres, als einmal eine Line vom Grab eines verstorbenen Kartell-Bosses zu ziehen?

Richtig, nichts. Außer, du wirst danach von der Polizei gesucht, erhältst Morddrohungen von kriminellen Gangs, der Präsident erwähnt dich im TV und du darfst fünf Jahre lang nicht mehr nach Kolumbien reisen.

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So oder so ähnlich lief es Mitte 2018 im Fall des Briten Steven Semmens ab. Die Schnief-Aktion auf Escobars Grab hielt ein Kumpel fest. Das Video landete im Netz – und sorgte dafür, dass Semmens Leben – wie er es ausdrückt – ruiniert wurde. Gegenüber dem „Mirror“ beteuerte er kürzlich außerdem: „Ich bereue so sehr, was ich getan habe – und möchte mich bei den Menschen in Kolumbien entschuldigen.“ Die Leute hätten ihm Todesdrohungen auf Facebook geschickt.

Als Steven sein Näschen gen weißes Pulver auf Ecobars Grabstätte senkte, hielt er die Aktion allerdings noch für grandios. Sein Freund hätte ihn damals gefragt, ob er das machen würde. Es sei eine lustige Sache gewesen.

Das Lachen über seinen Drogen-Prank ist ihm mittlerweile vergangen

Der Grund: Semmens hat zwei Kinder mit einer Kolumbianerin, die er 2017 während eines Urlaubs auf Ibiza traf. Die Zwillinge kann er nun wohl erst in fünf Jahren wiedersehen – wenn er wieder nach Kolumbien reisen darf. Seine kleine Familie kann der Drogen-Fan nämlich wegen Visa-Problemen nicht in seine Heimat in Wales holen.

Wo liegt das Grab von Pablo Escobar?

Die Ruhestätte des Medellin-Kartell-Chefs liegt in Itagüi, einer Gemeinde im kolumbianischen Departamento Antioquia. Praktisch jeder hat freien Zutritt zur Besichtigung. Tourismusunternehmen bieten Touren für alle neugierigen Besucher an. Außerdem kann man Escobars Privatzoo, das extra für ihn eingerichtet Gefängnis und sein Wohnhaus besichtigen. Mehr geht nicht.

Der Drogenlord würde vor 25 Jahren nach jahrelanger Jagd auf einem Dach in Medellín von der Polizei erschossen. Sein Leben gilt als Vorlage für die Netflix-Serie „Narcos“.

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Quelle: Noizz.de

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