Ein Sportwagen zum Spottpreis, eine mehr als enttäuschende Lieferung und ein ausgewachsener Internetkrieg zwischen einem YouTuber aus Kalifornien und einem Autohändler in China. Diese Geschichte hat alles, was eine Social-Media-Story braucht, um viral zu gehen. Deshalb tat sie das auch.

Ein Mann malt sich einen Waschbrettbauch mit Sonnencreme auf den Pelz, dazu der Spruch "Wenn man einen Sixpack auf Wish bestellt". Von diesen Memes gibt es mittlerweile abertausende im Social Web. Was damit gemeint ist? Die Onlineplattform "Wish.com" ist berüchtigt für supergünstige Produkte, deren Lieferung leider meist so gar nicht mit der Bestellung übereinstimmt. Von Wasserhähnen, die statt Leinwänden geliefert werden bis hin zu Teppichen, die in Lesezeichengröße ankamen.

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So ähnlich erging es nun auch einem YouTuber aus den Vereinigten Staaten. Für umgerechnet 26.400 Euro (31.000 US-Dollar) ließ sich Auto- und Motorrad-Blogger "The Inja" einen vermeintlichen Sportwagen vom chinesischen Händler Zhenjiang Zibon Electric Vehicles nach Kalifornien liefern. Inja freute sich riesig auf seinen Qiantu K50, schließlich kostet der normalerweise um die 100.000 US-Dollar.

Inja hielt den Betrugs-Kauf auf seinem YouTube-Kanal fest!

Die Probleme starteten allerdings bereits, nachdem die Bestellung aufgegeben wurde. Der Händler reagierte auf keine der Mails des Content Creators. Auch die Lieferung verlief nicht ganz, wie versprochen. Anstatt direkt vor Injas Haustür, wurde das Auto 370 Kilometer entfernt zur Abholung bereit gestellt. Als Ninja die Lieferung dann entgegennahm, schwante ihm direkt Böses. Die Box war viel zu klein, als dass sein ersehnter Sportwagen dort hinein passen würde. Um ehrlich zu sein, die Box wäre wohl sogar für einen Smart zu klein gewesen. "Worte können nicht beschreiben, wie wütend und frustriert ich gerade bin", hört man Inja sagen.

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Das Ende vom Lied: In der Box befand sich ein superkleines Gefährt in Weiß und Rosa, mit Reifen nicht viel größer als Injas Hände. Allerdings: Das Mini-Auto ist tatsächlich fahrtüchtig. Inja und sein Kumpel passen zwar nur Schulter an Schulter gequetscht hinein, aber immerhin.

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Inja wurden seine 30.000 US-Dollar am Ende tatsächlich zurück erstattet!

Der YouTuber teilte einige Videos mit dem Mini-Auto auf seinem Account – nachdem anschließend etliche seiner Fans wütende E-Mails an den Händler schickten, sah der sich gezwungen den gesamten Preis zurückzuerstatten.

Bevor die 30.000 US-Dollar zurück überwies, gingen aber erst einmal einige Drohungen bei Inja ein. Unter anderem kündigte man an, einen Hacker zu engagieren, der den YouTube-Account des Kaliforniers löschen sollte. Hier siehst du Injas letzte Nachricht an den Han Tony von Zhenjiang Zibon Electric Vehicles:

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lsk

  • Quelle:
  • NOIZZ-Redaktion