Diese Ausstellung wurde geschaffen, um zerstört zu werden!

Es soll „die fresheste Urban Art Galerie – ever!“ sein. Das verspricht zumindest die Website von „The Haus“. 165 Künstler aus der ganzen Welt haben in Berlin ein fünfstöckiges Bankgebäude in eine riesige Ausstellung verwandelt.

Organsiert hat das Ganze die Street-Art-Gruppe „Dixons“ – sie haben auch die Arbeitsmaterialien aus eigener Tasche bezahlt.

Insgesamt haben Künstler aus 20 Nationen an dem Projekt mitgearbeitet

Insgesamt 108 Räume wurden in dem leerstehendem Bürogebäude in Kunstwerke verwandelt. Und es gibt echt alles von Skulpturen, die von einem Dönerspießmotor bewegt werden, über jeden Menge Graffitis bis zu schwarzweißen Tapekunstwerken.

Wie auf der Straße, werden die Kunstwerke schon bald wieder verschwunden sein

Das Besondere: Ende Mai macht die Ausstellung wieder dicht, und „The Haus“ fällt samt seiner Kunst der Abrissbirne zum Opfer! An derselben Stelle entsteht dann ein Luxuswohnkomplex.

Bevor „The Haus“ am 1. April offiziell eröffnet wurde, durften einige Senioren sich das Projekt schon mal angucken. Mit ein paar Vorurteilen über Graffitis kam die mega coole Rollatorgang an – und liebte es.

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Bei der großen Eröffnung am Wochenende kamen trotz 27 Grad Hunderte Menschen, um sich in der etwas anderen Gallery umzugucken. Gucken ist auch ein gutes Stichwort, denn das ist alles, was man in The Haus darf. Absolutes Fotoverbot! Die Generation Snapchat soll sich endlich mal wieder bewusst auf etwas konzentrieren.

Und tatsächlich: Bei Instagram gibt es fast nur Bilder von außen. Kein Wunder, am Eingang gibt es Plastiktüten für alle Handys. Die werden dann abgegeben, eingeschweißt und erst nach dem Rundgang wieder zurückgegeben. Fast wie im Berghain.

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Eintritt kostet der Spaß eigentlich nicht. Es gilt die Regel: Zahl, was du kannst und willst. Es kann allerdings sein, dass man anstehen muss. Nur 199 Leute dürfen gleichzeitig in das alte Bürogebäude rein.

Fotos darf man keine machen in The Haus

Jetzt, wo die Sonne eh wieder weg ist, sollte man der Urban-Art-Ausstellung echt einen Besuch abstatten. Das ist auch endlich mal ein Grund für die ganzen Prenzlauer-Berg-Bewohner, in den wilden Westen Berlins zu kommen. The Haus steht nämlich in der Nürnberger Straße 68, direkt am Ku'Damm.

Etwas überraschend, aber eigentlich auch passend. Schließlich sagt man doch jetzt die ganze Zeit „Der Westen kommt“. The Haus stellt das farbenprächtig unter Beweis.

  • Quelle:
  • Noizz.de