Lohnen sollen sich die Tank-Telefonzellen aber noch nicht.

Wer heute miteinander kommunizieren will, der schreibt in einer seine vielen WhatsApp-Gruppen, verlinkt sich unter Facebook-Beiträgen, oder antwortet auf die Instagram-Story.

Fast niemand nutzt noch Telefonzellen – es sei denn, sie sind zu Tauschbücherein oder kleinen Diskos umfunktioniert.

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Dabei können die Kästen viel mehr als das. Sie dienen seit Kurzem auch als Ladestation – nicht für Smartphones, sondern für Elektroautos. „Ich tanke mein Auto in der Telefonzelle“ klingt schräg, wird aber zukünftig möglich sein. An dem Projekt arbeitet gerade das Kommunikationsunternehmen Telekom.

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Direkt unter dem Tastenfeld mit dem magentafarbenen Telefon steckt dann der Schlauch, um das Auto mit Energie „vollzutanken“.

Die ersten Prototypen sollen bereits in Bonn und Darmstadt genutzt werden. „Die Ladekapazität der meisten Elektrofahrzeuge reicht aktuell nur für normales Laden. Beim Aufbau unseres bundesweiten Ladenetzes kombinieren wir Schnell-Ladepunkte mit Normal-Ladepunkten und schaffen bereits heute eine zukunftssichere Infrastruktur“, erklärt Bruno Jacobfeuerborn, Geschäftsführer der Telekom Tochterfirma „Comfort Charge“ in einer Pressemitteilung.

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Neben den Telefonzellen sollen auch die grauen Stromkästen, die meist am Straßenrand stehen, als Ladestation umgewandelt werden. Nach der Pressemitteilung sei das dann die „schnellste urbane Lademöglichkeit Deutschlands“.

Denn: Die sogenannten „Destinationsladestellen“ sollen innerhalb einer Stunde – je nach Fahrzeugtyp – genug Strom für eine Reichweite von 50 bis 75 Kilometern bieten. Laut der „Süddeutschen Zeitung“ will die Telekom in den kommenden drei Jahren 500 solcher Zapfsäulen betreiben – nicht nur in Telefonzellen.

Potential sehe der Konzern für viel mehr: 10.000 Telefonzellen und graue Verteilerkästen könnten zu Ladestationen umgewandelt werden. Lohnen soll sich das Ganze aber noch nicht: Laut SZ übernehmen Bund, Länder und Kommunen derzeit nur bis zu 40 Prozent der Baukosten.

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Das Projekt braucht also noch etwas Zeit. Solange bleiben die vielen Telefonzellen einfach leer – oder werden weiterhin zu Tauschbücherein umfunktioniert.

  • Quelle:
  • Noizz.de