Ja gut, dann bleibt der "Chantal"-Schriftzug eben.

Ab Ende 2020 dürfen laut einer neuen Verordnung zum Strahlenschutz nur noch Ärzte Tattoos per Laser entfernen. Betreiber von Laser-Studios fürchten deshalb um ihre Existenz und warnen vor illegalen Anbietern: "Die Tattoo-Entfernung wird künftig viel teurer und es wird lange Wartezeiten geben. Ich hoffe, dass das Ganze nicht in eine Grauzone abdriftet und in Hinterzimmern praktiziert wird", fürchtet der Berliner Gründer von "Tattoolos", Markus Lühr.

Der Karlsruher Hautarzt und Laser-Experte Christian Raulin hingegen hält die neue Regelung für richtig: "Ein Arzt hat eine Ausbildung, medizinisches Verständnis und vielfach auch eine Ethik." Bei einer Laserbehandlung werden die Farbstoffpartikel in kleine Teile zerschossen. Die Bruchstücke sollen vom Körper abtransportiert oder abgebaut werden. Mögliche Nebenwirkungen: Bei der Zerstörung mancher Pigmente können – so das Bundesamt für Strahlenschutz – giftige und krebserregende Verbindungen wie Blausäure oder Benzol entstehen.

Das Amt warnt zudem vor Verbrennungen, Pigmentveränderungen, Entzündungen und Narbenbildung, wenn der Laser nicht richtig eingesetzt wird. "Wenn im Tattoo ein suspektes Muttermal ist, kann sich nach einer Laserbehandlung nahezu unbemerkt ein Hautkrebs entwickeln", ergänzt Raulin. Außerdem sei es möglich, dass allergische Stoffe aus dem Tattoo sich im ganzen Körper verteilen: "Dann juckt es plötzlich überall."

>> Drake hat ein neues Beatles-Tattoo – und kriegt dafür Hate

>> Tattoo Talk #27 mit Rozita

[Text: Zusammen mit dpa]

Quelle: Noizz.de