Vielleicht stehst du insgeheim auf SM – und/oder auf das gleiche Geschlecht.

Guten Sex gibt es nicht. Schlechten Sex auch nicht. Zumindest nicht allgemein geltend. Während der eine bei Dirty Talk immer geiler wird, denkt die andere: Halt einfach die Klappe.

Guter Sex hängt von Vorlieben und vor allem den Geschlechtspartnern ab. Die verändern sich – meistens – im Laufe der Jahre. Mittzwanziger sind sich wahrscheinlich gar nicht bewusst, auf was und wen sie eigentlich stehen. Denn laut einer neuen Studie, die im "Journal of Sex Research" erschien, entwickelt sich die sexuelle Orientierung bis in das frühe Erwachsenenalter, also bis Ende 20.

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Forscher haben dabei 12.000 Studierende befragt und untersucht, inwiefern sich ihre Sexualität zwischen den Jahren 1995 und 2009 verändert hat. Das Ergebnis: Sexualität verändert sich, ist vielfältig und lässt sich nicht einfach auf homosexuell, bisexuell oder straight beschränken. Forscherin Christine Kaestle erklärt in einer Pressemitteilung, dass sexuelle Orientierung viele Aspekte des Lebens befasst – wie wir uns selbst identifizieren, mit wem wir Sex haben und zu wem wir uns hingezogen fühlen. All das kann sich unterscheiden und verändern. So kann sich jemand als heterosexuell bezeichnen, aber gleichzeitig Sex mit dem gleichen Geschlecht haben.

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Kaestle hat nach den Ergebnissen der Studie die sexuellen Orientierungen weitergefasst. So gibt es nicht mehr nur bisexuell, homosexuell und straight – sondern neue Bezeichnungen. Bei Männer sind das "straight", "meistens straight oder bi", "aufkommend schwul" und "minimal sexueller Ausdruck". Während Frauen in "straight", "meistens straight oder bi", "aufkommend bi", "aufkommende lesbisch" und "minimaler sexueller Ausdruck" unterteilt werden können. Im Gegensatz zu davor, wird die sexuelle Orientierung nun auch temporär gefasst. So bedeutet "aufkommend bi", dass man in einer sexuellen Veränderung steckt und beginnt, auf beide Geschlechter zu stehen.

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Warum so kompliziert? Warum muss man immer alles betiteln müssen?

Die Studie hat bewiesen, dass sich unsere Vorlieben und sexuelle Orientierungen bis Ende 20 verändern. Auf wen oder was wir stehen, sollte aber eigentlich egal sein. Sex ist Sex. Mensch steht auf Mensch. Oder, wenn es ihm beliebt, auch nicht.

Quelle: Noizz.de