Studis ticken eben doch ein bisschen anders!

Im Jahr 2017 wird in unserer Gesellschaft wenig heftiger diskutiert als Datensammeln und Privatsphäre. Wer hat in seinem Freundeskreis nicht diese Menschen, die nicht mehr bei Facebook sind oder kein WhatsApp nutzen.

Das Argument: „Die wissen ja dann alles über mich. Ich gebe meine Daten nicht her.“ Aber bei diesem Spielchen machen Studenten nicht mit. Denn ein Klischee ist und bleibt nichts als die Wahrheit: Eine Gratis-Mahlzeit schlagen Studis NIEMALS aus.

Forscher der Uni Stanford und des MIT haben herausgefunden: Studenten geben private Daten raus, wenn sie im Gegenzug dafür Pizza bekommen.

Das Experiment sah folgendermaßen aus: Für eine Gratis-Pizza mussten die Studenten drei E-Mail-Adressen von Freunden rausrücken. Eine „überwältigende Mehrheit“ folgte seinem Bauchgefühl. Pizza statt Privatsphäre!

Das Kuriose: Noch vor dem Experiment hatten die Studenten in einer Befragung angegeben, Privatsphäre sei ihnen extrem wichtig. Aber eine geile Pizza ist halt eine geile Pizza – was bedeuten da schon ein paar Daten?

Das Pizza-Experiment war nur Teil einer größer angelegten Studie. Das Fazit der Untersuchung: Viele Menschen behaupten, dass Privatsphäre und Kontrolle über ihre Daten ihnen wichtig sei. Aber fast niemand ist bereit, dafür auch nur geringe Opfer zu bringen.

Die Forscher nennen dieses Phänomen das „Privatsphären-Paradox“. Na dann, guten Hunger!

Quelle: Noizz.de