Ein Text, den sich alle Dating-Intensivtäter sparen können.

Eine Studie hat jetzt belegt, was wir eigentlich alle schon lange wissen: Um die Person der Begierde ins Bett zu bekommen, lügen wir das Blaue vom Himmel. "Menschen würden so ziemlich alles tun und sagen, um eine Verbindung mit einem attraktiven Fremden herzustellen", sagt Gurit Birnbaum, einer der Wissenschaftler in einem Pressebericht. "Wenn dein Sexualsystem aktiviert ist, bist du motiviert, dich im bestmöglichen Licht darzustellen. Das bedeutet, dass du einem Fremden Dinge erzählen wirst, die dich besser aussehen lassen, als du wirklich bist." Schockierend? Nicht wirklich.

In der Studie wurden 634 heterosexuelle Studenten im Alter um 25 Jahre in zwei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe wurde sexuellen Stimuli ausgesetzt (zum Beispiel erotische Videos), die Kontrollgruppe neutralen Stimuli. Danach mussten die Studenten mit einem Fremden des anderen Geschlechts interagieren. Das Ergebnis: Die Teilnehmer, die vorher sexuelle Reize bekamen, haben mehr geflunkert, um ihren Eindruck bei der anderen Person positiv zu beeinflussen. Beispielsweise korrigierten sie ihre bisherige Anzahl an Sexualpartnern nach unten, wenn sie mit einem attraktiven Menschen chatteten (Interessant: Die meisten schienen sieben ehemalige Sexualpartner als magische Zahl anzusehen.).

Das Fazit: Wenn die leiseste Chance auf Geschlechtsverkehr besteht, rücken wir uns mit allen Mitteln in ein gutes Licht. Indem wir entweder eher mit der anderen Person übereinstimmen, Fakten beschönigen oder schlichtweg lügen. Wirklich schlauer als zuvor sind wir dank dieser Studie zwar nicht, zumindest können wir es ab jetzt aber im Namen der Wissenschaft auf die menschliche Psyche schieben, wenn wir beim nächsten Date mal wieder eine halbe Stunde lang einen Avantgarde-Jazz Künstler preisen, den wir in Wahrheit noch nie gehört haben oder den abgebrochenen Französischkurs als einjährigen Studienaufenthalt in Paris verkaufen. Danke dafür!

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Quelle: Noizz.de