So zeigst du deinem Schweinehund den Mittelfinger!

Isabell Prophet

Autorin in Berlin
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Sport ist kein Mord: So bleibst du dran Foto: Bruno Nascimento / unsplash.com

Mach wenig, mach schnell, Hauptsache: Mach was.

Endlich wieder Platz. Das Jahr ist schon ein paar Wochen alt und die Sportstudios leeren sich. Gute Vorsätze? Ach. Ein fitter Körper braucht schließlich auch mal eine Erholungsphase.

Diese Tage sind die entscheidende Phase in eurem neuen Leben als sportliche Individuen. Denn auch, wenn ihr eurem Körper etwas Gutes tun wollt – er wehrt sich gegen den Ausbruch aus der Netflix&Chill-Routine. Nach ein paar Wochen im Training verlieren viele Menschen den Antrieb. Es ist gar nicht so, dass sie keinen Bock mehr hätten. Aber es fehlt der Kick, der sie anfangs noch zu den Hanteln getrieben hatte.

Klassische Tipps sagen: Such dir einen Workout-Partner, mach Sport, der Spaß macht, versprich dir selbst eine Belohnung oder arbeite auf einen Wettkampf hin.

Alles schön und gut.

Aber Ziele von außen tragen ein Grundproblem in sich: Wenn wir wirklich keine Lust haben, dann ist uns das Ziel egal. Externe Motivation funktioniert nur, so lange wir noch scharf auf das Versprechen sind. Das sind wir aber nicht mehr, wenn die Prüfungszeit beginnt, der Job stressiger wird oder der Schneeregen einsetzt.

Begreifen wir Sport als Teil unseres zukünftigen Lebens, dann beginnt das immer heute.

Wenn ihr euch also noch nicht völlig aufgegeben habt: Macht jetzt weiter. Ein paar gute Gründe und Methoden dafür:

Du bist kurz davor, Veränderungen zu spüren

Klingt komisch, ist aber wahr. Setzen wir unsere Körper einer regelmäßigen Belastung aus, werden wir fitter. Gehen wir dafür regelmäßig raus, werden wir gesünder. Eine einmalige Belastung dankt uns der Körper vielleicht mit einem kleinen Muskelkater. Wer regelmäßig an sich arbeitet, der fordert dagegen mehr Leistungsfähigkeit ein. Und darauf wird der Körper reagieren. Muskeln wachsen, das Herz schlägt kräftiger – sogar das Gehirn arbeitet besser. Also: einfach weitermachen.

Es wird nicht leichter – aber du wirst stärker

Ein Teil von mir wartet immer darauf, dass die Übungen nicht mehr weh tun. Dass ich mich nicht mehr mit klopfendem Herzen auf die Knie stütze und nach Atem ringe. Doch dieser Moment wird niemals eintreten. Wir werden stärker, wir werden fitter, wir halten mehr aus – und damit werden wir uns intensiver belasten. Und ganz plötzlich probierst du nochmal diese eine Übung, die früher nie funktioniert hätte und dir die schlimmsten Knieschmerzen bereitete (Hallo, Split Squat Jumps) – und sie funktioniert.

Mach’s kürzer!

Keine Lust? So gar nicht? Komm, 15 Minuten schaffst du. Google dir ein paar HIIT-Übungen oder zieh dir alte Sachen an und leg auf der Straße vor deinem Haus ein paar Sprints hin. Es geht schnell und es kostet dich nicht mehr Zeit, als du sonst auf Instagram verdaddelst. Und vermutlich beschert es dir in wenigen Minuten einen Muskelkater, der dich noch tagelang an deine Leistung erinnert.

Mach’s einfacher!

Heute doch lieber zuhause bleiben? Dann nimm dir leichte Hanteln (oder etwas, das als leichte Hantel taugt) und mach ein paar simple Übungen. Kniebeugen, Bizeps-Curls, Dead Bugs und leichtes Rudern für den Rücken. Wissenschaftler vermuten, dass leichte Gewichte genauso effektiv sind, wie schwere. Hauptsache, wir erschöpfen uns dabei.

Bilde dir was drauf ein

Natürlich gibt es viele edle Gründe, bei jedem Wetter durch den Park zu laufen. Aber seien wir mal ehrlich: Es fühlt sich auch einfach verdammt gut an. Alle anderen hängen rum, DU bist draußen und der eisige Regen kann dir nichts anhaben. Da kann man auch einfach mal stolz drauf sein.

Quelle: Noizz.de