Plus: Die besten Tweets zum Perseiden-Schauer.

Die Nacht von Sonntag auf Montag sollte etwas ganz besonderes werden. Ein Himmel voller „herabfallender Sterne“ hatten sich wohl die meisten (mir inklusive) vorgestellt, die in den letzten Tagen sehnlich auf den spektakuläre Perseiden-Schauer gewartet haben – und eigentlich klang das Ganze auch recht vielversprechend: Ab 22 Uhr Richtung Nord-Osten schauen und einen Sternschnuppen-Wunsch nach dem anderen raushauen – soweit die Theorie (NOIZZ berichtete).

In der Praxis sah das in vielen Teilen Deutschlands aber leider ganz anders aus.

Ja, wo sind diese Drecks-Perseiden eigentlich? Das habe ich mir in Berlin auch das ein oder andere Mal gedacht. Eine miese Wolkendecke hing über der Stadt, so dick, dass man mit viel Glück eine Handvoll popeliger Sternchen sehen konnte – in anderen Teilen Deutschlands spielte das Wetter noch weniger mit:

Doch in Berlin waren die Wolken nicht mal das Hauptproblem: Liebe Dorfkinder, wie gerne hätte ich mit euch getauscht!

Wisst ihr eigentlich, wie schwierig es ist, in einer Großstadt ein Plätzchen zu finden, dass nicht völlig lichtverschmutzt ist? Alle fünf Meter steht eine gleißend helle Straßenlaterne – und du kannst ihnen nicht entkommen! Hallo Berliner Stadtwerke, kann nicht mal jemand das Licht ausmachen? Oder Dumbeldore mit seinem Deluminator vorbeischicken?

Nach zwei Stunden verzweifelter Suche nach Dunkelheit und freier Sicht landeten meine beste Freundin und ich schließlich auf der äußerst unattraktiven Mittelinsel des Theodor-Heuss-Platzes – umfahren von Autos und ohne jede Hoffnung auf auch nur eine einzelne Sternschnuppe.

Rotwein und semi-intelligentes Philosophieren über die Entstehung von Aberglauben (früher dachten die Menschen, Sternschnuppen seien herabfallende Kerzendochte vorbeifliegender Engel) half beim Warten und Twitter zeigte am nächsten Morgen tröstlich, dass auch andere Menschen wissenschaftlich höchst interessante Gedanken beim Ausschauhalten hatten:

Mein Fazit des Abends: Genau zwei Sternschnuppen habe ich gesehen – andere hatten teils mehr, teils weniger Glück.

Für nächstes Jahr werde ich mich wohl an diesen ausgefuchsten Vorschlag halten:

Quelle: Noizz.de