Schon 2018 gab es erste Vorwürfe gegen James Franco, er habe Studentinnen seiner Schauspielschule sexuell belästigt und zwei der betroffenen Schauspielerinnen zogen vor Gericht. Nun zitiert das "People"-Magazin Unterlagen des Verfahrens, in denen Franco die Klägerinnen bezichtigt, sie seien nur auf den Me-Too-Zug aufgesprungen.

Im Zuge der Me-Too-Bewegung wurden auch Stimmen gegen den Hollywood-Tausendsassa James Franco laut. Als gefeierter Schauspieler, Produzent, Drehbuchautor, Broadway-Star und Regisseur genießt Franco nicht nur einen exzellenten Ruf in der Szene, sondern verfügt auch über viel Macht. Genau diese soll er ausgenutzt haben und gemeinsam mit seinen zwei Geschäftspartnern mehrere Schülerinnen seiner Schauspielschule Studio 4 zu sexuellen Handlungen und Szenen gedrängt haben.

James Franco weist die Anschuldigen zurück

Franco soll Schauspiel-Studentinnen in sexuelle Szenen gedrängt haben

Aus dem Medienaufruhr, in dem sich Franco defensiv verhalten hatte, ging eine Klage von Sarah Tither-Kaplan und Toni Gaal hervor. Darin beschuldigen sie Franco und zwei Partner der mittlerweile geschlossenen Schule, angehende Schauspielerinnen zu sexuellen Szenen gedrängt zu haben. Neben dem allgemeinen Vorwurf, es habe "ein Klima der Belästigung und sexuellen Ausbeutung sowohl innerhalb als auch außerhalb des Unterrichts" geherrscht, wird Franco außerdem beschuldigt den durchsichtigen Genitalschutz, der in Sexszenen verwendet wird, bei seiner Spielpartnerin entfernt zu haben.

Das amerikanische Magazin "People" zitiert Franco und seinen Anwalt nun selbst aus den Unterlagen der laufenden Klage. Darin werden die Vorwürfe von dem Schauspieler harsch zurück gewiesen: "Die anzüglichen Anschuldigungen in der Klage sind nicht nur großartiges Futter für die Boulevardpresse, sie sind auch falsch und aufrührerisch […]". Weiter wird das Verfahren als "Gerichtsposse" deklariert und die Klägerinnen dazu bezichtigt "so viel Aufmerksamkeit wie nur möglich“ zu erzeugen. Bisher gibt es noch kein Urteil in dem Prozess. Doch schon im Januar 2018 haben sich weitere, ehemalige Studentinnen der Studio-4-Schauspielschule den Vorwürfen von Tither-Kaplab und Toni Gaal angeschlossen.

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  • Quelle:
  • Noizz.de