Auch Frauen können Arschlöcher sein.

Unsere Autorin Julie Schmidt schreibt in „SEX VOR NEUN“ über Themen, die die Welt bewegen: Orgasmen, Masturbation, Penisse und Co. Sex ist wichtig und völlig normal. Ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, erklärt sie, was sie über Sex denkt und fühlt und plaudert ein paar ihrer schönsten und schlechtesten Sex-Geschichten aus.

Die Nummer mit der Mundpropaganda

Meine Freundinnen und ich schimpfen häufig über Männer. „Na bist du wieder an ein Arschloch geraten?“, fragt meine beste Freundin mich jedes Mal, wenn ich ihr mein Herz ausschütte. „Du weißt doch ... Da können neun Nette stehen ... Ich greife definitiv zu dem einen Arschloch“, antworte ich ihr dann immer. Bisher habe ich wirklich selten Glück gehabt. Jahrelang hat mich die Frage gequält, warum ich diese Typen immer wie ein Magnet anziehe ...

Dann ist die Sache mit Diego passiert. Und auf einmal war mir klar: Gleich und Gleich gesellt sich gern! Denn ein kleines Arschloch steckt auch in mir ... und zwar nicht nur, wenn ich Sex habe.

Eigentlich hatte ich kein Interesse an ihm

Diego kannte ich eigentlich nur, weil ich schon lange ein Auge auf seinen Kumpel Leon geworfen hatte. Das Problem: Leon und ich bekamen es einfach nicht auf die Reihe. Zwar flirteten wir heftig, landeten aber um’s Verrecken einfach nicht in der Kiste! Tja, und dann war da eben Diego. Ich weiß gar nicht mehr genau, warum wir irgendwann unsere Nummern austauschten...

[Mehr dazu: Er machte Fotos von mir, während ich nackt auf ihm saß]

Ich saß an diesem einen Abend zuhause und wartete mal wieder auf eine Nachricht von Leon, als mein Handy aufblinkte und da plötzlich diese Worte von Diego standen: „Hey, wie geht’s dir und was machst du?“ Ich überlegte, ob ich überhaupt antworten soll und entschied dann, dass er vielleicht eine nette Ablenkung sein könnte und schrieb zurück.

Ich wollte wissen, was hinter seiner großen Klappe steckte

Diego machte in seinen Nachrichten einiges richtig: Er schmeichelte mir nicht nur, sondern war auch witzig und frech ... und das fixt mich an! Wollen wir doch mal sehen, ob er nur eine große Klappe hat oder ob da auch was dahinter steckt. Also tippte ich: „Komm doch vorbei, wenn du dich traust.“ Insgeheim spielte ich damit eigentlich auf Leon an, der hatte ja sichtlich Probleme damit, einfach mal vorbei zu kommen.

Seine Antwort kam überraschend schnell und direkt: „Ok, fahr jetzt los.“ Bis zu dem Moment, als ich auf den Parkplatz trat und sein silbernes Auto sah, hatte ich nicht daran geglaubt, dass er wirklich auftauchen würde. Aber als er dann da stand und mich angrinste, konnte ich nicht anders als in sein Auto zu steigen ...

Es dauerte nicht lange, bis er mich fest packte und an sich zog. Ich war noch einmal positiv überrascht: Er wusste, was er tat. Ein paar Minuten später präsentierte er mir einen beachtlichen Ständer und gab mir dann das, was ich eigentlich von Leon wollte: Sex. Ohne viele Gedanken, ohne große Worte, ohne viele Emotionen ...

Während wir Sex hatten, dachte ich an seinen Kumpel

Während ich auf seinem Schoß saß, dachte ich an Leon. Ich hoffte, dass Diego ihm von dieser heißen Nummer berichten würde. Dass Leon durch die Mundpropaganda vor Eifersucht platzen würde. Dass er endlich Eier beweisen würde, um mit mir in die Kiste zu steigen. Während Leon die ganze Zeit in meinem Kopf war, brachte Diego mich mit seinen Berührungen zum Stöhnen.

Wir fanden erstaunlich schnell einen Takt, der uns gefiel. Mit seinen Händen griff er mich fest an den Handgelenken und sorgte dafür, dass ich mich kaum bewegen konnte. Diese Dominanz machte mich an – eigentlich war ich davon ausgegangen, dass ich ihm zeigen würde, wie so eine Nummer abläuft. Jetzt war ich aber diejenige, die seine harten Stöße und meine Bewegungsunfähigkeit ziemlich genoss ... Diego hatte es drauf!

Ich wollte, dass er Werbung für mich machte

Trotzdem ließ ich meinen Plan mit der Mundpropaganda nicht aus den Augen ... Ich kletterte von ihm runter und tauchte zwischen seine Beine ab ... Am Ende sagte er zu mir: „Das wollte ich schon immer mal machen“

Ich nickte, grinste und sagte: „Mach Werbung für mich!“. Diego wusste genau, bei wem er für mich werben sollte.

Mir war in diesem Moment egal, ob er geschnallt hatte, dass ich nur mit ihm in die Kiste gestiegen war, weil ich eigentlich seinen Kumpel wollte... Letztendlich hat Karma aber dafür gesorgt, dass ich für diese Arschloch-Aktion bitter bezahlen musste. Denn wie schon gesagt: Gleich und Gleich gesellt sich gern ... Dieser Abend war leider nicht die letzte Begegnung mit Diego!

Noch mehr „SEX VOR NEUN“

Folge 1: So beschissen war der Autosex vor einem Berliner Club

Folge 2: Er nannte mich seine „kleine Schlampe“

Folge 3: Er sagte, dass er mich heute nicht vögeln würde

Folge 4: Er machte Fotos von mir, während ich nackt auf ihm saß

Folge 5: Ich hatte Sex mit ihm, obwohl ich seinen Kumpel wollte

Folge 6: Wenn ich morgens masturbiere, habe ich bessere Laune

Quelle: Noizz.de