Da gibt es nur ein klitzekleines Problem ...

Unsere Autorin Julie Schmidt schreibt in „SEX VOR NEUN“ über Themen, die die Welt bewegen: Orgasmen, Masturbation und Penisse. Ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, erklärt sie, was sie über Sex denkt und fühlt und plaudert ein paar Bett-Geschichten aus.

Die Nummer mit der Sonnenbrille

Ich bin momentan viel enterwegs. Mal eine Geschäftsreise, mal ein Trip in die Heimat oder ein Wochenende irgendwo in Europa. Zum Feiern fliege ich gerne einfach mal nach Spanien - Mallorca um genau zu sein.

Sommer, Sonne, Strand, Sex, Sangria und Meer – da wimmelt es natürlich nur so von Typen, die mit einem ins Bett hüpfen wollen würden. . . Ich habe meistens aber keinen Bock auf Sex - ich will feiern und flirten. Ich liebe Flirts - wenn ich will, dann kann ich sogar einem Baum schöne Augen machen! Das heißt aber noch lange nicht, dass ich mit dem Kerl auch in die Kiste springen würde.

Mein Problem ist, dass ich schon nach ein paar Blickkontakten ganz genau weiß, wie ein Typ im Bett ist. Klar ist „gut im Bett“ immer relativ: Ich steh halt auf Arschlochtypen mit großen, dicken Schwänzen und auch mal auf ein paar blaue Flecken. Ob mir das jemand bieten kann, sehe ich eigentlich direkt am Blick - okay, die Treffsicherheit mit dem großen Schwanz muss ich noch perfektionieren, aber ansonsten habe ich da eigentlich immer recht!

Während meine Freundin also schon wild knutschend auf der Tanzfläche steht , scanne ich immer noch die Blicke der Typen ... Dabei habe ich wahrscheinlich mehr Spaß, als beim Knutschen. Denn in dieser Menschenmenge kann ich sie alle sehen ... die verschiedenen Blicke.

Der hechelnde Blick

Da an der Bar führt sich einer auf, als wäre er der allergeilste Kerl auf der ganzen Insel - in seinem Blick liegt dagegen ein Hecheln. Sobald der auch nur eine Vagina zu Gesicht bekommt, entwickeln sich diese Arten von Typen zu Kötern. Sorry, aber so ein Typ, rammelt planlos drauf los und hofft dann am Ende noch darauf, dass er von der Frau ein Leckerli zugeworfen bekommt oder zumindest ein „Das hast du aber ganz feiiin gemacht!“

Der Schüchterne

An einem Tisch nicht weit von der Treppe steht eine Männergruppe, den Blick von dem einen erhasche ich: Er ist der Schüchterne. In seinem Blick liegt so viel Unsicherheit, dass er mich an ein Baby erinnert und die natürliche Reaktion meines Körpers Milcheinschuss ist. Klar, dass ich darüber nicht viel sagen kann, weil so einer niemals etwas mit mir anfangen würde und ich auch nicht mit ihm.

Die Lusche

Er ist nicht nur durch seinen schleimigen Blick identifizierbar, sondern auch durch seinen Handschlag. Wenn mir jemand die Hand gibt und ich schon das Gefühl habe, dass ich gerade nach einem nassen Waschlappen gegriffen habe, dann friert meine Vagina auf der Stelle ein. In dem Blick spiegelt sich wieder, dass er im Bett nicht dadurch auftrumpfen kann, eine Frau richtig feucht zu machen, sondern eher durch feuchte Küsse. Beim Sex widmet er sich stundenlang der falschen Stelle, während Frau sich schon mal Gedanken um den Abwasch machen kann.

Typ vier: Der Sexgott

Der Ausdruck ist arrogant, das glitzern im Blick ist ein Mix aus Unsicherheit und Schleim. Ja, ja ... diese Typen erzählen an einem Abend, dass sie mindestens schon achtzig Weiber geknallt hätten, wenn man dann aber zu ihnen geht und sie für einen Dreier mitnehmen will, fangen sie an zu stottern. Die selbst ernannten Sexgötter stochern häufig nur 3 Minuten mit ihrem 3-Zentimeter-Penis in einem rum und erwarten dann, dass man sich für die Wahnsinnsvorstellung mit einem Deep-Throat-Blowjob vom Feinsten bedankt! Nein, danke. Die Künste wende ich persönlich dann doch lieber bei einem anderen an ...

Das berühmte Glitzern

BAM! Es kommt nicht häufig vor, aber es gibt auch Männer, die etwas in ihrem Blick haben, das mich sofort die Beine spreizen lässt. Die gucken einen an und da ist dieses selbstgefällige Glitzern in den Augen - das ist gutes Material für mich. In deren Blick liegt so viel Selbstbewusstsein, wahrscheinlich sogar Selbstgefälligkeit, dass ich sie schon dabei sehe, wie sie meine Handgelenke gegen das Bett pressen, während sie sich zwischen meinen Beinen zu schaffen machen.

Ich hänge meiner Sexfantasie noch eine Sekunde nach, bis mir ein Typ ins Blickfeld läuft, den ich bisher nur von hinten sehen kann: Hmm.... Er ist groß, hat eine gute Statur, cooler Style ... Auf seinen Blick bin ich gespannt. Als er sich umdreht, muss ich lachen: Er trägt eine Sonnenbrille und grinst mich an. Und plötzlich sind alle Theorien über fickbare Typen dahin  ...

Deine Sex-Fragen

Übrigens: Wenn du mir Fragen zum Thema Sex stellen willst, kannst du das jederzeit machen – und zwar komplett anonym! Schreib mir dazu einfach eine Message auf Tellonym. Die besten Fragen beantworte ich nächste Woche auf NOIZZ!

Quelle: Noizz.de