Warum ich das auch noch geil fand.

Unsere Autorin Julie Schmidt schreibt in „SEX VOR NEUN“ über Themen, die die Welt bewegen: Orgasmen, Masturbation, Penisse und Co. Sex ist wichtig und völlig normal. Ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, erklärt sie, was sie über Sex denkt und fühlt und plaudert ein paar ihrer schönsten und schlechtesten Sex-Geschichten aus.

Die Nummer mit den Machtspielchen

Ich stehe auf harten Sex. Ich finde es gut, wenn es auch mal Kratzer, blaue Flecke und harte Worte gibt. Mit Louis hat das immer gut geklappt. Wir haben uns im Sommer kennengelernt. Auch wenn wir uns erst am späten Abend trafen, glühte die Hitze vom Tag noch auf unserer Haut und den Gemütern. Wir waren so verschieden und uns gleichzeitig so ähnlich, dass wir den ganzen Sommer nicht mit und auch nicht ohne einander konnten. Unsere Meinungsverschiedenheiten trugen wir im Bett aus – vielleicht machte das den Reiz aus?

Einmal nannte er mich "seine kleine Schlampe" – was beim Sex ok, in jeder anderen Situation allerdings unverzeihlich ist. Wir saßen auf der Terrasse, um uns herum standen zwei leere Weinflaschen und wir diskutierten, wer dem anderen stärker verfallen war ... Hassliebe eben. Als er diese Worte mit einem betrunkenen, süffisanten Grinsen über seine Lippen brachte, blitzte die Boshaftigkeit in seinen Augen auf und ich war mir nicht sicher: Ob er mir augenblicklich seinen Schwanz in den Mund oder ich ihm ein Messer in seinen stecken sollte.

[Mehr dazu: Er machte Fotos von mir, während ich nackt auf ihm saß]

Von dem Gedanken war ich geschockt und angeturnt zugleich:  "Was denkt dieser dumme Penner eigentlich wer er ist?" Er hatte einen Punkt gemacht, aber noch lange nicht das Spiel gewonnen.

Er griff nach meiner Kehle, ich biss in seine Lippen

Mein Blick brannte sich in seinen, um ihm zu zeigen, dass er mich damit nicht getroffen hatte. Durch meine abgebrühte Reaktion stand die Luft zwischen uns jetzt in Flammen. Dann zuckte mein Arm unter seinem festen Griff und ich hatte mich verraten – Ja, seine bösen Worte machten mich an.

Er nutzte das aus. Seine Hand wanderte augenblicklich an meinen Hals, hielt mich an der Kehle fest und drückte mir dann einen Kuss auf. Um mich nicht geschlagen zu geben, konnte ich es nicht lassen, in seine Lippe zu beißen.

Jedes mal, wenn wir in der Kiste oder eben auf dem Tisch landeten, artete es in einen Machtkampf aus: Wer war der Starke und wer der Stärkere?

„Du bist meine kleine Schlampe“

Meine Bisse ließ er sich nicht gefallen. Er griff in mein Haar, um meinen Kopf ganz langsam nach unten zu ziehen. Ich war jetzt mehr oder weniger wehrlos.

„Du bist meine kleine Schlampe“, hauchte er mir ins Ohr und schubste mich auf den Tisch.  Ich sah ihn aus meiner festgefahrenen Situation von der Seite an und fokussierte mit leicht zusammengekniffenen Augen seinen Blick. Die Situation war beängstigend und heiß zugleich – natürlich bin ich keine Schlampe, aber im Bett lass ich mich gerne so nennen.

Ich holte tief Luft, entriss ihm mein Handgelenk und griff einfach nur nach seinem Shirt, um ihn näher an mich zu ziehen. Ich hatte mich gegen das Messer und für den Schwanz entschieden. Er griff unter meinen Rock und hatte den Slip schneller ausgezogen, als ich mich am Tisch festhalten konnte.

Er nahm mich bis meine Beine zitterten

Unsere Berührungen waren alles andere als sanft. Sie waren hart, aggressiv, aber verdammt heiß. Und ich konnte es kaum erwarten, dass er es mir endlich richtig besorgte.

Er drehte mich grob um und nahm mich von hinten, bis meine Beine anfingen zu zittern. Diese Runde des Machtspielchens ging an ihn. Macht und Sex hängen so eng miteinander zusammen wie Boxer und blaue Augen. Nur ist Sex zum Glück nicht wie Boxen – ein Treffer unter die Gürtellinie heißt in diesem Fall nicht, dass einer verliert. Ich habe an diesem Abend definitiv gewonnen – einen mega Orgasmus!

Noch mehr „SEX VOR NEUN“

Folge 1: So beschissen war der Autosex vor einem Berliner Club

Folge 2: Er nannte mich seine „kleine Schlampe“

Folge 3: Er sagte, dass er mich heute nicht vögeln würde

Folge 4: Er machte Fotos von mir, während ich nackt auf ihm saß

Folge 5: Ich hatte Sex mit ihm, obwohl ich seinen Kumpel wollte

Folge 6: Wenn ich morgens masturbiere, habe ich bessere Laune

Quelle: Noizz.de